Rückenprotektoren und Schutzwesten: Für ein sicheres Gefühl im Sattel
Wer mit Pferden umgeht, weiß: Auch das bravste Pferd kann sich erschrecken. Um im Falle eines Sturzes bestmöglich geschützt zu sein, gehört ein zuverlässiger Oberkörperschutz zur Ausrüstung vieler Reiter. Ein gut sitzender Rückenprotektor oder eine Schutzweste fängt harte Stöße ab, schützt die lebenswichtige Wirbelsäule und beugt gravierenden Verletzungen vor.
Welches Schutzsystem ist das richtige?
Abhängig von deiner Reitdisziplin und deinen persönlichen Vorlieben stehen dir verschiedene Konzepte zur Verfügung:
- Rückenprotektoren: Diese Ausführungen konzentrieren sich auf den Schutz der Wirbelsäule. Sie sind extra leicht, extrem beweglich und schmiegen sich durch Körperwärme perfekt an den Rücken an. Ideal für Freizeitreiter und das tägliche Dressurtraining.
- Sicherheitswesten (Bodyprotektoren): Sie umschließen den gesamten Rumpf und schützen neben dem Rücken auch die Rippen und die Brustpartie. Dieser 360-Grad-Schutz (meist Level 3) dämpft Stürze massiv ab und ist bei Vielseitigkeitsprüfungen im Gelände oft zwingend vorgeschrieben.
- Airbag-Westen: Ein System, das sich aufpumpt, sobald der Reiter unfreiwillig den Sattel verlässt. Die Weste ist über ein Gurtband mit dem Pferd verbunden. Beim Auslösen bläst eine CO2-Kartusche die Weste prall auf und schützt Nacken, Brust und Rücken. Die Kartuschen lassen sich danach einfach selbst tauschen.
Die richtige Passform entscheidet
Ein Protektor schützt nur dann optimal, wenn er wie eine zweite Haut sitzt. Eine zu lange Weste stößt beim Sitzen am Sattelkranz an und schiebt sich in den Nacken. Eine zu weite Weste kann bei einem Sturz verrutschen. Besonders Kinder-Sicherheitswesten müssen passgenau für die aktuelle Körpergröße gekauft werden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Level 2 und Level 3?
Reine Rückenprotektoren entsprechen häufig der Norm für Motorradfahrer (EN 1621-2) und bieten einen Level 2 Schutz für die Wirbelsäule. Bodyprotektoren (Rundum-Westen) sind nach der Reitsportnorm (EN 13158) zertifiziert. Level 3 (BETA 3) bietet dabei die höchste Schutzwirkung und ist für das Geländereiten konzipiert.
Wie pflege ich meine Schutzweste?
Die meisten Schaumstoff-Protektoren haben einen abnehmbaren Außenbezug, der problemlos gewaschen werden kann. Airbag-Westen dürfen nicht in die Waschmaschine, da sonst der Auslösemechanismus beschädigt wird. Sie werden am besten mit einem feuchten Tuch gereinigt.
Wie schnell löst eine Airbag-Weste aus?
Die Auslösung erfolgt in Bruchteilen einer Sekunde (meist unter 0,2 Sekunden), sodass die Weste bereits vollständig mit Luft gefüllt ist, bevor der Reiter den Boden berührt.
Rundum geschützt: Von der Wirbelsäule bis zu den Rippen
Der Reitsport macht am meisten Spaß, wenn man sich sicher fühlt. Ein moderner Rückenprotektor oder eine Schutzweste nimmt dir die Sorge vor schweren Verletzungen und lässt dir gleichzeitig die Flexibilität, die du für feine Hilfen im Sattel brauchst. Vorbei sind die Zeiten von starren und unbequemen Panzern!
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