Schaffutter: Ergänzung zum Grundfutter, kein Ersatz
Ein Schaf ist und bleibt ein Raufutterfresser, daran ändert auch der beste Sack Kraftfutter nichts. Zugefüttert wird dort, wo Heu und Weide nicht mehr reichen: in der Hochträchtigkeit, in der Säugezeit und bei Mastlämmern. Dafür stehen Pellets und Müsli in 20, 25 und 30 Kilo bereit, dazu Luzerne, Getreide sowie Ergänzungen wie Kolostrum, Lecksteine und Verdauungsöle.
Was neben dem Kraftfutter in die Ration gehört
Rohfaser bringst du über Luzernepellets hinein, die GVO-frei sind und sich gut mit dem Kraftfutter mischen lassen. Für die Mineralversorgung hängst du Lecksteine aus Bergkristallsalz auf, an denen sich die Tiere selbst bedienen, entweder gepresst im Viererpack oder als Einzelstück mit Aufhängeseil. Für die ersten Lebensstunden gibt es Kolostrum-Ergänzungsfutter und Pasten mit Immunglobulinen, falls die Biestmilch des Muttertieres zu knapp ausfällt. Wer nach Bio-Richtlinie wirtschaftet, bekommt Pellets, Mais, Gerste, Hafer und Luzerne auch in zertifizierter Qualität.
Pellet oder Müsli, und wie du anfütterst
Pellets sind die sichere Variante, sobald mehrere Tiere am Trog stehen. Alles steckt im selben Korn, also kann sich niemand die besten Stücke herausklauben und den Rest liegen lassen. Sie stauben wenig und lassen sich genau dosieren. Müsli hat mehr Struktur, wird lieber gefressen und passt gut für einzelne Tiere, die du aufpäppeln willst. In beiden Fällen gilt: langsam anfangen und die Menge über Tage steigern, weil der Pansen Zeit zum Umstellen braucht. Wichtig ist außerdem, dass Schaffutter kupferarm ist, Rinder- und Pferdefutter passt für Schafe nicht.
Häufig gestellte Fragen
Warum kein Rinderfutter für Schafe?
Weil deutlich mehr Kupfer drinsteckt. Schafe speichern Kupfer in der Leber und reagieren empfindlich bis hin zur Vergiftung.
Wie viele Tage dauert das Anfüttern?
Rechne mit mehreren Tagen in kleinen Schritten. Eine plötzliche große Portion Kraftfutter führt rasch zur Pansenübersäuerung.
Welche Sackgröße ist sinnvoll?
Bei wenigen Tieren 20 Kilo, damit der Sack zügig leer wird. Für größere Herden zahlen sich 25 oder 30 Kilo aus.
Kraftfutter, Bio-Ware und Mineralstoffe
Welches Futter passt, hängt vor allem daran, wie viele Tiere gleichzeitig am Trog stehen. Für die Gruppe sind Pellets die sichere Wahl, weil alle Bestandteile im selben Korn stecken und sich niemand die besten Stücke herausklauben kann. Müsli hat mehr Struktur und eignet sich besser für einzelne Tiere, die aufgepäppelt werden sollen. Wer zertifiziert füttern muss, findet unter Bio Schaffutter Pellets in 20, 25 und 30 Kilo sowie Mais, Gerste, Hafer und Luzerne aus biologischer Erzeugung. Was in der Ration darüber hinaus fehlt, deckst du mit Futterergänzung für Schafe ab, also mit Lecksteinen aus Bergkristallsalz zur Selbstbedienung und mit Kolostrum für die ersten Lebensstunden. Und ganz gleich, was im Sack ist: langsam anfüttern und nur kupferarme Ware verwenden.