Leitermaterial – Strom zuverlässig an den Zaun bringen
Das beste Weidezaungerät nützt nichts, wenn der Strom auf der Weide nicht bei den Tieren ankommt. Das Leitermaterial ist die wichtigste Komponente deines Zauns. Es besteht in der Regel aus reißfestem Kunststoff, in den dünne Leiterdrähte aus Metall eingewebt sind. Sie leiten den Stromkontakt weiter und sorgen für den abschreckenden Impuls.
Abhängig von der Tierart, der Zaunlänge und dem Bewuchs musst du das Material anpassen. Während sich für eine kurze Rinderweide eine günstige Litze anbietet, brauchen Pferde ein optisch auffälliges Band, das im Notfall nachgibt und nicht tief in das Bein einschneidet.
Die wichtigsten Werte beim Kauf:
- Widerstand (Ohm/m): Je geringer die Zahl, desto besser leitet das Material. Bei langen Zäunen über mehrere Kilometer brauchst du zwingend Material mit wenig Ohm, sonst verhungert der Strom auf halber Strecke.
- Reißfestigkeit: Gibt an, wie viel Zug das Material aushält. Stahldraht für Festzäune reißt fast nie, während Kunststoffbänder gezielt nachgeben, um Verletzungen zu verhindern.
- Leiteranzahl: Je mehr Leiterdrähte (Kupfer oder Niro) im Material verarbeitet sind, desto sicherer ist die Stromübertragung.
Kupfer oder Edelstahl?
Edelstahl (Niro) ist absolut rostfrei und bricht nicht so leicht, was den Zaun extrem haltbar macht. Kupfer leitet den Strom wesentlich besser, bricht bei mechanischer Belastung aber schneller. Profi-Materialien kombinieren daher dicke verzinnte Kupferleiter für den Strom mit Edelstahlleitern für die Stabilität.
Häufige Fragen zum Leitermaterial
Darf ich Leitermaterial einfach knoten?
Nein, das ist der häufigste Fehler beim Zaunbau. Die Metalldrähte brechen am Knoten und berühren sich nicht mehr. Nimm für Reparaturen immer spezielle Metallverbinder, um Spannungsabfälle zu vermeiden.
Welches Material ist das sicherste für Pferde?
Für Pferde nimmt man immer Breitbänder (20 mm bis 40 mm) oder dicke Weidezaunseile. Glatter Stahldraht oder dünne Litze ist zu gefährlich, da er schwere Schnittwunden verursacht, wenn das Pferd hineinläuft.
Warum knistert das Leitermaterial am Pfahl?
Wenn der Zaun hörbar knistert, springen dort kleine Funken über. Das passiert oft bei schlecht verbundenen Knoten oder wenn das Material kaputt ist und der Strom an einem Isolator in den feuchten Holzpfahl oder ins Gras ableitet.
Das passende Leitermaterial für deinen Hof
Jeder Weidezaun stellt andere Anforderungen an das Material. Wenn du Rinder oder Schafe hältst und den Zaun oft umstecken musst, ist eine flexible Weidezaunlitze die beste Wahl. Für eine höhere Sichtbarkeit und geringe Windanfälligkeit bei Pferden greifst du am besten zu einem dicken Weidezaunseil oder einem extra breiten Weidezaunband. Geht es um den Bau von kilometerlangen, dauerhaften Festzäunen, garantiert dir ein massiver Weidezaundraht die höchste Leitfähigkeit und Stabilität.
Damit der Strom in deinem Zaun stets ungehindert fließen kann, darf das Material niemals geknotet werden. Nutze unsere robusten Bandverbinder sowie passgenaue Litzen- und Seilverbinder, um gerissene Stellen sauber, fest und komplett ohne Spannungsverlust zu reparieren.