Schaffutter: Die Ration macht die Herde
Was im Trog liegt, entscheidet über Kondition, Milchleistung und Wachstum. Grundfutter vom eigenen Grünland bildet die Basis, doch je nach Trächtigkeit, Säugezeit oder Mastphase braucht es Ergänzung. In dieser Kategorie findest du Alleinfutter, Mineralfutter und Lecksteine sowie Bio-Ware für Betriebe, die biologisch wirtschaften. So stellst du die Ration passend zum Leistungsstand deiner Tiere zusammen.
Grundfutter, Kraftfutter und Mineralstoffe
Heu und Weidegras deckt den Erhaltungsbedarf, reicht bei hoher Leistung aber selten aus. Rund ums Ablammen und in der Säugezeit steigt der Bedarf an Energie und Eiweiß deutlich. Dann hilft Kraftfutter in kleinen, über den Tag verteilten Gaben. Mineralfutter und Lecksteine ergänzen Spurenelemente, die im Grundfutter fehlen können. Gerade auf Almflächen schwankt der Gehalt je nach Standort, Bestand und Schnittzeitpunkt.
Umstellung und Vorlage im Alltag
Schafe reagieren empfindlich auf abrupte Futterwechsel. Stelle neue Komponenten über mehrere Tage schrittweise um und halte die Fütterungszeiten möglichst gleich. Achte auf eine saubere Futtervorlage, damit nichts vertreten oder verkotet wird. Frisches Wasser gehört immer dazu, weil die Futteraufnahme sonst sinkt. Lagere Sackware trocken, kühl und nagersicher, dann bleibt die Qualität bis zum letzten Sack erhalten. Notiere dir beim Anfüttern, wie die Herde reagiert – das hilft dir im nächsten Jahr bei der Planung.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Kraftfutter braucht ein Mutterschaf?
Das hängt von der Grundfutterqualität, der Trächtigkeitswoche und der Zahl der Lämmer ab. Der Erhaltungsbedarf läuft über Heu und Weide, die Zugabe steigt erst im letzten Trächtigkeitsdrittel und in der Säugezeit. Stimme die Menge mit deiner Beratung ab.
Wozu ein Leckstein, wenn ich Mineralfutter füttere?
Der Leckstein wird frei aufgenommen und ist auf Weide und Alm praktisch, wo du nicht täglich vorlegen kannst. Mineralfutter dosierst du gezielt über die Ration. Beides lässt sich kombinieren, solange du die Gesamtversorgung im Blick behältst.
Kann ich Schafen Futter für andere Tierarten geben?
Besser nicht. Mischungen für Rinder, Ziegen oder Pferde sind anders zusammengesetzt und passen nicht zum Bedarf der Schafe. Greife auf Futter zurück, das ausdrücklich für Schafe angeboten wird, und lies die Fütterungsempfehlung am Sack.
Die passende Ration für jede Phase im Schafjahr
Der Futterbedarf deiner Herde ändert sich laufend: Im Winter steht die Ergänzung zum Grundfutter im Vordergrund, rund ums Ablammen zählt Energie, und im Almsommer musst du vor allem die Mineralstoffversorgung im Auge behalten. Deshalb findest du hier Alleinfutter für Mutterschafe und Lämmer, Mineralfutter, Lecksteine und Futter für die Mast. Wenn du biologisch wirtschaftest, ist Bio Schaffutter die richtige Adresse, weil dort nur Ware gelistet ist, die zur Bio-Fütterung passt. Braucht ein Tier gezielt Unterstützung – etwa nach dem Ablammen, bei einer Futterumstellung oder in einer Belastungsphase –, hilft die Futterergänzung für Schafe mit Präparaten für den kurzfristigen Einsatz. Kombiniere beides mit gutem Heu und freiem Zugang zu Wasser, dann bleibt die Herde ruhig und leistungsfähig.