Baumbewässerungssack: Einmal füllen, stundenlang versorgt
Wer junge Bäume mit dem Kübel gießt, sieht oft zu, wie das meiste Wasser über die trockene Erde davonrinnt. Gerade auf festem Boden kommt so nur ein kleiner Teil bei den Wurzeln an. Ein Bewässerungssack gibt dieselbe Menge über viele Stunden ab. So hat die Erde Zeit, das Wasser aufzunehmen, und du sparst dir das tägliche Gießen.
Was im Sack passiert
Du legst den Sack um den Stamm oder stellst ihn daneben und füllst ihn mit dem Schlauch. Durch kleine Öffnungen am Boden tritt das Wasser über etwa sechs bis zehn Stunden aus, abhängig von Größe und Temperatur. Es sickert dabei gerade nach unten bis zu den feinen Wurzeln, statt seitlich wegzulaufen. Zwei Bauformen stehen zur Wahl: die stehende Variante, die den Stamm umschließt, und die liegende Ausführung mit 56 Litern für frisch gesetzte oder mehrstämmige Gehölze und für Pflanzreihen.
Gießrhythmus für die ersten Jahre
Für die meisten Jungbäume reichen 56 Liter. Zum 75-Liter-Sack greifst du bei größeren Gehölzen oder wenn du nur einmal pro Woche zum Baum kommst, etwa auf einer entfernten Streuobstwiese. In den ersten zwei bis drei Standjahren braucht ein Baum im Sommer meist eine Füllung pro Woche, bei langer Hitze zwei. Lieber selten und viel als täglich ein bisschen: So wachsen die Wurzeln in die Tiefe und der Baum steht später auch eine Trockenphase durch. Im Herbst nimmst du den Sack ab, leerst ihn und lagerst ihn trocken, dann ist er im nächsten Jahr wieder einsatzbereit.
Häufig gestellte Fragen
Für welche Bäume eignet sich der stehende Sack?
Für Bäume mit einem einzelnen, freien Stamm, den der Sack umschließen kann. Bei mehrstämmigen Gehölzen oder dichten Pflanzreihen ist die liegende Ausführung praktischer.
Lohnt sich ein Bewässerungssack auch bei Hecken?
Bei frisch gesetzten Reihen ja. Die liegende Ausführung mit 56 Litern lässt sich entlang einer Pflanzreihe legen und versorgt mehrere Pflanzen gleichzeitig.
Ab wann kann ich auf den Sack verzichten?
Meist nach dem dritten Standjahr, wenn die Wurzeln tief genug reichen. In sehr trockenen Sommern leistet er auch später noch gute Dienste.
Junge Bäume langsam und gründlich gießen
Ein Kübel Wasser, schnell ausgeleert, rinnt auf festem oder ausgetrocknetem Boden zum großen Teil an der Seite davon. Bei jungen Bäumen ist das der häufigste Grund, warum trotz Gießen zu wenig bei den Wurzeln ankommt. Der Bewässerungssack löst das, indem er seine Füllung über sechs bis zehn Stunden abgibt. Das Wasser sickert gerade nach unten und erreicht die feinen Wurzeln. Du kannst zwischen der stehenden Variante wählen, die den Stamm umschließt, und der liegenden Ausführung mit 56 Litern für frisch gesetzte, mehrstämmige Gehölze und Pflanzreihen. Für größere Bäume oder wenn du nur einmal pro Woche vorbeikommst, gibt es den Sack mit 75 Litern. In den ersten zwei bis drei Standjahren genügt im Sommer meist eine Füllung pro Woche, bei Hitze zwei.