Einzelfuttermittel: Die Ration selbst in der Hand
Wer seine Ration selbst zusammenstellt, kann jederzeit nachjustieren. Einzelfuttermittel bestehen aus nur einer Komponente, meist Getreide oder ein Nebenprodukt der Verarbeitung. Damit reagierst du auf die Qualität von Heu und Silage und legst Energie, Eiweiß oder Struktur gezielt nach. Hier findest du Getreide und Nebenprodukte in mehreren Aufbereitungen für Milchvieh, Jungvieh und Mast.
Körner, Flocken und Presserückstände
Gerste ist der Energielieferant schlechthin und kommt als Schrot, Flocke oder ganzes Korn ins Haus. Fein geschroten wird sie rasch aufgeschlossen, gequetschte und geflockte Ware schmeckt gut und ist leicht verdaulich. Gebrochener Mais legt bei der Energie nach, Hafer gilt als bekömmlich und passt gut zu Jungvieh. Apfeltrester bleibt bei der Saftherstellung übrig, bringt Struktur in den Trog und wird meist sehr gern gefressen. Biobetriebe greifen zu zertifizierten Varianten wie Bio-Mais oder Bio-Gerste.
Anfüttern, dosieren, lagern
Getreide wird im Pansen rasch abgebaut. Deshalb steigerst du die Menge über mehrere Tage und teilst sie auf mehrere Gaben auf, damit die Pansengesundheit nicht leidet. Genügend Struktur aus Heu oder Silage muss immer dabei sein. Schrot und Flocken gehören trocken, kühl und mäusesicher gelagert, am besten im gut durchlüfteten Stadel oder in dichten Behältern. Geschrotetes verliert schneller an Qualität als ganzes Korn, deshalb kaufst du besser überschaubare Mengen. Bei größeren Änderungen lohnt der Blick auf die gesamte Ration.
Häufig gestellte Fragen
Welche Komponenten zählen dazu?
Alles, was aus einem einzigen Rohstoff besteht, etwa Gerste, Mais, Hafer oder Apfeltrester. Du kaufst sie einzeln zu und mischst sie selbst in die Ration ein.
Was passt besser, Flocken oder ganzes Korn?
Flocken sind schmackhaft und leicht verdaulich, Schrot wird am raschesten aufgeschlossen, ganzes Korn bleibt länger lagerfähig. Entscheidend sind Fütterungstechnik und Tiergruppe.
Worauf kommt es bei der Lagerung an?
Auf trockene, kühle und gut durchlüftete Räume ohne Zugang für Nager und Vögel. Geschrotete Ware planst du in kleineren Mengen ein, damit nichts an Qualität verliert.
Einzelne Bausteine für die eigene Mischung
Wer die Ration selbst zusammenstellt, entscheidet bei jedem Sack aufs Neue. Gerstenschrot und Gerstenflocken liefern Energie und werden bereitwillig gefressen, gebrochener Mais legt bei hoher Leistung nach, gequetschter Hafer gilt als bekömmlich und passt gut zu Jungvieh und Kalbinnen. Apfeltrester aus der Saftpresse bringt Struktur und Geschmack in den Trog und harmoniert mit Silage. Betriebe mit biologischer Wirtschaftsweise greifen zu zertifizierten Varianten wie Bio-Mais oder Bio-Gerste. Beim Einsatz gilt: größere Getreidemengen langsam anfüttern und auf mehrere Gaben verteilen, damit der Pansen stabil bleibt. Struktur aus Heu oder Silage gehört immer dazu. Lagere Schrot und Flocken trocken und mäusesicher, dann stimmt die Qualität bis zur letzten Schaufel.