Euterpflege: Elastische Haut steckt mehr weg
Die Zitzenhaut arbeitet bei jeder Melkzeit mit und bekommt dazu Nässe, Kälte und Reinigungsmittel ab. Wird sie spröde oder rissig, ist das für die Kuh unangenehm und bietet Keimen eine Angriffsfläche. Regelmäßige Pflege hält sie weich. In diesem Bereich findest du Euterpflegegele, Melkfett und Balsame für die Anwendung direkt nach dem Melken.
Gel, Balsam oder Melkfett
Gele mit Pfefferminzöl wirken kühl und lassen sich dünn verteilen, was nach einer langen Melkzeit angenehm ist. Melkfett und Hautbalsame legen eine fettende Schicht auf und sind vor allem im Winter gefragt, wenn Frost und Wind zusätzlich zusetzen. Pflanzliche Varianten mit Ringelblume kommen an besonders strapazierten Stellen zum Einsatz. Aufgetragen wird auf saubere, trockene Haut, kurz eingearbeitet, fertig. Lies bei jedem Produkt die Angaben des Herstellers und achte auf Hinweise zur Wartezeit. Manche Präparate sind ausdrücklich ohne Wartezeit ausgelobt.
Pflege in den Melkablauf einbauen
Pflege und Hygiene gehören zusammen. Jodhaltige Dippmittel verbinden beides, weil sie den Zitzenkanal abdecken und rückfettende Anteile mitbringen. Die Reihenfolge bleibt gleich: reinigen, trocknen, melken, dippen oder pflegen. Schau die Haut dabei bewusst an. Risse, Rötungen oder Verdickungen haben oft eine technische Ursache, etwa zu hohes Vakuum oder abgenützte Zitzengummis. Notiere dir auffällige Tiere gleich im Melkstand, dann erkennst du ein Muster schneller. Bleibt eine Veränderung bestehen oder wird sie stärker, hol dir die Einschätzung deiner Tierärztin oder deines Tierarztes.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Produkt braucht eine Zitze?
Eine dünne, gleichmäßige Schicht genügt. Mehr bringt keinen Vorteil und verbraucht nur unnötig Gel oder Balsam.
Was eignet sich im Winter besser?
Melkfett und Balsame legen eine fettende Schicht auf und halten bei Frost länger. Gele ziehen dafür schneller ein und wirken kühlend.
Wie lagere ich Gele und Salben?
Frostfrei und nicht in der prallen Sonne. Dann bleiben sie streichfähig und lassen sich sauber dosieren.
Zitzenhaut jeden Tag versorgen
Zwei Melkzeiten täglich hinterlassen Spuren, und die Zitzenhaut zeigt als Erstes, wenn Pflege fehlt. Kühlende Gele mit Pfefferminzöl verschaffen nach dem Melken rasch ein angenehmes Gefühl und lassen sich sparsam verteilen. Melkfett und Hautbalsame legen eine fettende Schicht auf, die bei Wind, Nässe und Frost besonders gefragt ist. Pflanzliche Salben mit Ringelblume werden gern an strapazierten Stellen eingesetzt. Am besten wirkt jedes Produkt auf sauberer, trockener Haut, direkt nach dem Abnehmen des Melkzeugs und kurz eingearbeitet. Jodhaltige Dippmittel erledigen Schutz und Pflege in einem Schritt. Halte die Gebinde frostfrei, dann bleiben sie streichfähig. Bleiben Risse oder Rötungen bestehen, ist das ein Fall für deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.