Geflügelmastfutter: Der Speiseplan für Masthühner und Puten
Viele Selbstversorger ziehen im Frühjahr ein paar Wildhendl oder Puten für die eigene Küche auf. Diese Tiere legen keine Eier, sondern sollen Muskeln aufbauen. Darum brauchen sie mehr Eiweiß und weniger Kalk als Legehennen. Geflügelmastfutter ist genau darauf ausgelegt. Hier gibt es das Leimüller Mastfutter im 25-kg-Sack sowie Bio-Mastfutter von Göweil für Puten von der 10. bis 15. Woche und für Wildhendl ab der 5. Woche.
Wildhendl: langsam und mit Auslauf
Wildhendl, also langsam wachsende Masthühner, verbringen viel Zeit draußen, scharren, picken und bewegen sich. Das Fleisch wird dadurch fester und aromatischer. Sobald der Kükenstarter nach rund fünf Wochen ausgedient hat, übernimmt das Bio Wildhendlmastfutter. Grünzeug, frisches Wasser und ein großer Auslauf halten die Tiere aktiv. Den Wechsel vom Starter machst du am besten über ein paar Tage, damit sich der Magen umgewöhnt.
Puten: mehr Platz, mehr Sorgfalt
Puten wachsen über viele Wochen und brauchen besonders viel Eiweiß. Das Bio-Putenmastfutter deckt die Phase von der 10. bis zur 15. Woche ab. Gib ihnen einen trockenen Stall ohne Zugluft und reichlich Fläche, denn Puten sind empfindlicher als Hühner. Getrennte Ställe und Ausläufe sind ratsam, da Hühner Erreger tragen können, die für Puten gefährlich werden. Für Masthühner ohne Bio-Anspruch ist das Leimüller Geflügelmastfutter eine solide Wahl.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Wildhendl?
So nennt man in Österreich langsam wachsende Masthühner, die länger leben und viel Zeit im Auslauf verbringen. Sie wachsen gemächlicher als moderne Mastlinien und liefern dafür festeres, würzigeres Fleisch.
Wie viel Platz brauchen Puten im Stall?
Deutlich mehr als Hühner, weil sie größer und schwerer werden. Plan großzügig und halte lieber wenige Tiere, dann bleibt die Einstreu trocken und es gibt weniger Streit.
Kann ich überzählige Hähne mit Mastfutter aufziehen?
Ja, Hähne aus der eigenen Brut, vor allem von Zweinutzungsrassen, lassen sich gut damit großziehen. Gib ihnen dazu viel Grünes und Auslauf, dann entwickeln sie sich kräftig.
Mastfutter für die Aufzucht im eigenen Garten
Wer Fleisch aus eigener Haltung möchte, braucht ein Futter, das auf Wachstum statt auf Eier ausgerichtet ist. Mastfutter bringt deshalb viel Eiweiß und Energie mit und spart beim Kalk, den nur legende Hennen brauchen. Das klassische Mastfutter im großen Sack eignet sich für Masthühner und überzählige Hähne aus der eigenen Nachzucht. Soll es bio sein, gibt es eigene Sorten für Puten ab der zehnten Woche und für Wildhendl ab der fünften Woche. Kombinier das Futter mit viel Auslauf, Grünzeug und sauberem Wasser, dann wachsen die Tiere gleichmäßig und bleiben gesund. Wechsle vom Kükenstarter nicht von heute auf morgen, sondern misch einige Tage lang. Puten hältst du am besten getrennt von Hühnern. Plane außerdem rechtzeitig genug Stallfläche ein, denn die Tiere legen schnell an Größe zu.