Hufglocken: Polster für Ballen und Kronrand
Wenn der Hinterhuf beim Laufen zu weit nach vorne kommt, erwischt er die Ballen am Vorderbein. Reiter nennen das Greifen. Daraus entstehen schmerzhafte Wunden, oder das Eisen wird abgerissen. Hufglocken umschließen die Fessel und hängen glockenförmig über den Huf, sodass Ballen und Kronrand gut abgedeckt sind. Beim Longieren, Springen, im tiefen Boden und auf der Koppel geben sie zusätzliche Sicherheit.
Die Länge macht den Unterschied
Hinten reicht die Glocke knapp bis über den Boden und deckt die Ballen vollständig ab. Oben passt ein Finger zwischen Fessel und Rand. Ist sie zu lang, tritt dein Pferd womöglich selbst darauf, ist sie zu kurz, bleibt der Schutz lückenhaft. Auf der Koppel kontrollierst du regelmäßig, ob sich Sand oder Erde unter der Glocke gesammelt hat, und lässt die Haut zwischendurch atmen.
Vom Gummiklassiker bis zum Lammfellrand
Springglocken aus Gummi sind besonders robust, haben aber keinen Verschluss und werden über den Huf gestülpt. Glocken mit Klett sind schneller angelegt. Ein weicher Rand aus Lammfell oder Neopren schont die Fessel. Modelle mit Noppen verdrehen sich nicht so leicht. Leuchtende Reflexglocken sorgen im Gelände für Sichtbarkeit, ein Fesselkopfring schützt Pferde, die sich innen am Gelenk streifen.
Häufig gestellte Fragen
Warum greift mein Pferd sich vorne in die Ballen?
Häufig passiert das bei jungen oder müden Pferden, auf tiefem Boden oder wenn die Hufe zu lang sind. Auch ein Pferd mit viel Schub aus der Hinterhand kann vorne anschlagen. Bei häufigem Greifen lohnt sich ein Gespräch mit dem Hufschmied.
Soll ich Hufglocken nur vorne oder auch hinten anlegen?
In der Regel trägt dein Pferd Hufglocken an den Vorderbeinen, weil dort die Gefahr durch den Hinterhuf besteht. Hinten werden sie nur in besonderen Fällen genutzt, etwa bei Verletzungen nach Absprache mit Tierarzt oder Hufschmied. Für das Streifen hinten eignen sich eher Streichkappen.
Scheuern Hufglocken die Fessel auf?
Eine falsch sitzende oder schmutzige Glocke kann reiben, besonders bei langem Tragen. Ein weicher Rand aus Lammfell oder Neopren beugt vor. Kontrolliere die Fessel nach jedem Einsatz und lass die Haut regelmäßig trocknen.
Schutz vor dem eigenen Hinterhuf
Kommt der Hinterhuf beim Springen, Longieren oder im tiefen Boden zu weit nach vorne, trifft er leicht die Ballen am Vorderbein. Hufglocken hängen wie eine kleine Glocke über dem Huf und fangen solche Tritte ab, bevor sie Ballen, Kronrand oder Eisen erreichen. Die klassischen Springglocken aus Gummi werden über den Huf gestülpt und sind sehr robust. Modelle mit Klettverschluss legst du schneller an, ein Rand aus Lammfell oder Neopren schont die empfindliche Fessel. Noppen verhindern, dass sich die Glocke verdreht, und neongelbe Reflexglocken machen dein Pferd im Gelände sichtbar. Ein Fesselkopfring ergänzt das Angebot für Pferde, die sich innen am Gelenk streifen. Prüfe nach jedem Einsatz die Fessel auf Reibstellen und klopfe Sand und Erde aus der Glocke.