Rotwild: Früher heraus aus dem Einstand
Hirsche und Kahlwild sind vorsichtig, wandern weit und meiden offene Flächen oft bis in die Nacht. Ein Ort, an dem es regelmäßig etwas zu entdecken gibt, kann das ändern. Lockmittel für Rotwild machen eine Suhle, einen Wechsel oder einen Malbaum zu einem Punkt, den das Rudel gern ansteuert. So kommt es eher im letzten Licht, und du kannst Hirsch und Alttier in Ruhe ansprechen, bevor es zu dunkel wird.
Wenn im Herbst die Hirsche melden
Ab September geht es beim Hirsch vor allem um das Kahlwild. In dieser Zeit wirkt ein Urinduftstoff Hirsch besonders gut, weil er die Witterung brunftigen Wildes nachahmt. Ein Hirsch, der deinen Ruf hört, will mit der Nase prüfen, ob da tatsächlich ein Rivale oder ein Tier steht. Mit Eifelhirschruf oder Ochsenhorn von Weisskirchen ergibt das ein stimmiges Gesamtbild. Bring den Duft vor dem Stand und in Windrichtung aus.
Scheuern, schnuppern, wiederkommen
Rotwild reibt sich gern an Bäumen und Pfählen. Ein Anstrich mit Teer auf der Rinde wird oft rasch angenommen, und die Scheuerspuren zeigen dir, dass der Platz lebt. Süße und fruchtige Noten wirken zusätzlich: Die Eurohunt Mischung Premium Spezial für Rotwild, Mais oder Apfel aus der Flasche und die BLACK FIRE Nordic Line mit Kastanie oder Pflaume bringen Abwechslung an den Platz. BLACK FIRE Special ist für Hirsch und Sau gemeinsam gedacht.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Ruhe braucht ein Lockplatz für Rotwild?
Viel. Rotwild reagiert empfindlich auf Störungen, deshalb solltest du den Platz nur selten betreten und immer mit gutem Wind anpirschen.
Bringt Lockmittel etwas, wenn das Rotwild in der Fütterung steht?
Im Winter halten sich Hirsche oft an Fütterungen auf und wechseln wenig. Ein Lockplatz entfaltet seine Wirkung eher im Sommer und zur Brunft, wenn das Wild wieder weiter zieht.
Welcher Duft passt zu einer Suhle?
Teer an einem Baum neben der Suhle wird gern angenommen, weil sich Hirsche nach dem Suhlen daran scheuern. Achte darauf, dass du die Suhle selbst nicht veränderst.
Hirsch und Alttier vor dem Dunkelwerden sehen
Rotwild verlässt den Einstand oft erst, wenn kaum noch Licht ist. Ein vertrauter Duft an einem ruhigen Wechsel bringt es dazu, früher auszuziehen. Teer an einem Baum neben der Suhle wird gern zum Scheuern genutzt und zeigt dir an frischen Spuren, wie oft das Rudel da ist. Süße Blöcke mit Kastanie oder Pflaume und Apfel oder Mais aus der Flasche geben dem Platz zusätzlichen Reiz. Wenn im Herbst die Hirsche melden, unterstützt Brunftduft deinen Ruf und lockt den Hirsch näher, weil er auch riechen will, was er hört. Plane den Platz zwischen Einstand und Äsungsfläche, mit freiem Schussfeld und sicherem Hintergrund. Betritt ihn selten und nur mit gutem Wind, denn Rotwild merkt sich jede Störung. Dann bleibt das Rudel vertraut und zeigt sich auch bei schwindendem Licht noch.