Kupieren: Nur im begründeten Einzelfall
Das Kürzen des Ferkelschwanzes zählt zu den am strengsten geregelten Arbeiten im Schweinestall. Es darf nicht routinemäßig erfolgen, sondern ausschließlich dann, wenn im Bestand nachweislich Schwanzbeißen auftritt und die Haltungsbedingungen zuvor geprüft und verbessert wurden. Bereit stehen Schwanzkupiergeräte und Zubehör, damit der Eingriff bei entsprechender Indikation sauber und rasch erledigt ist.
Bauarten und Klingen
Trafo und Abstandhalter sorgen beim Schwanzkupiergerät aus Edelstahl für eine gleichbleibende Schnittlänge, sodass du bei jedem Ferkel identisch ansetzt. Auf Ferkel und Lämmer ist ein Modell mit Bügel und Schneide ausgelegt, und eine weitere Ausführung braucht weder Gas noch mehr als eine Steckdose. Der Heißschneider HSGM hält seine Temperatur auch über lange Serien. Zu den Verschleißteilen zählen Schneidspitzen vom Typ R, eine V-Klinge und passende Ersatzmesser. Tausch stumpfe Klingen früh, denn eine saubere Trennung unterstützt die Wundheilung.
Rechtlicher Rahmen und Ablauf
Am Anfang steht immer die Prüfung der Haltung: Besatzdichte, Stallklima, Versorgung mit Wasser und Futter und das Angebot an Beschäftigungsmaterial. Erst wenn diese Punkte passen und trotzdem Schwanzbeißen auftritt, kommt das Kürzen im Einzelfall überhaupt infrage. In vielen Ländern ist dafür eine dokumentierte Risikoanalyse verlangt. Sprich das Vorgehen mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt ab. Durchgeführt wird in den ersten Lebenstagen und nur von geschulten Personen, wobei stets ein ausreichender Rest des Schwanzes stehen bleibt. Das Gerät muss vorgewärmt sein, das Ferkel ruhig fixiert, und die Schneide wird zwischen den Würfen gereinigt.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist das Kürzen überhaupt zulässig?
Routinemäßig gar nicht. Erlaubt bleibt es nur im Einzelfall, sofern im Bestand Verletzungen durch Schwanzbeißen belegt sind und die Haltungsbedingungen zuvor angepasst wurden. Die Gründe gehören nachvollziehbar dokumentiert.
Warum arbeitet ein Heißschneider besser?
Die heiße Schneide trennt und verödet in einem Arbeitsgang, dadurch fällt die Blutung geringer aus und die Wunde schließt schneller. Achte darauf, dass das Gerät seine Temperatur erreicht hat, bevor du das erste Ferkel ansetzt.
Was hilft vorbeugend gegen Schwanzbeißen?
Reichlich organisches Beschäftigungsmaterial, genügend Tränkeplätze, ein stabiles Stallklima und eine moderate Besatzdichte. Schau dir die Gruppe täglich an, denn hängende Schwänze zeigen das Problem an, bevor Blut fließt.
Kupiergeräte, Klingen und Verschleißteile
Für den Eingriff am Ferkelschwanz stehen mehrere Bauarten zur Wahl. Mit Trafo und Abstandhalter arbeitet das Schwanzkupiergerät aus Edelstahl, dadurch bleibt die Schnittlänge bei jedem Tier gleich. Für Ferkel und Lämmer passt ein Gerät mit Bügel und Schneide, und eine weitere Ausführung kommt ganz ohne Gas aus und braucht nur eine Steckdose. Auch über längere Serien hält der Heißschneider HSGM seine Temperatur, sodass die Schneide sauber trennt und verödet. An Verschleißteilen stehen Schneidspitzen vom Typ R, eine V-Klinge und passende Ersatzmesser bereit, die du früh wechseln solltest, weil eine scharfe Schneide die Wundheilung unterstützt. Routine ist der Eingriff keine: Er bleibt dem begründeten Einzelfall vorbehalten, abgesprochen mit der Tierärztin oder dem Tierarzt.