Stalldecke: der Begleiter für die Boxennacht
In der Box ist dein Pferd vor Regen geschützt, kalt kann es trotzdem werden, vor allem in offenen oder gut belüfteten Ställen. Die Stalldecke muss nichts gegen Nässe ausrichten und ist deshalb weicher und leichter als eine Koppeldecke. Sie wärmt geschorene Pferde, ältere Pferde und solche mit dünnem Fell. Nebenbei bleibt Einstreu im Fell aus, was dir morgens Zeit beim Putzen spart.
Damit nichts verrutscht oder drückt
Ein Pferd legt sich nachts hin, wälzt sich und steht wieder auf, die Decke muss das mitmachen. Kreuzgurte unter dem Bauch halten sie in Position, ein Schweifriemen verhindert das seitliche Wegdrehen. Am Widerrist und an der Schulter darf nichts einschneiden. Fühl am Morgen unter die Decke: Ist es dort feucht, war sie zu warm. Beim täglichen Putzen siehst du gleich, ob irgendwo eine Scheuerstelle entsteht.
Wie viel Füllung für welchen Stall
Es gibt Boxendecken ganz ohne Füllung und solche mit 100 bis 350 g. Für ein ungeschorenes Pferd in kühlen Nächten reicht oft die leichte Ausführung, dicke Füllungen sind für geschorene Pferde in kalten Ställen gedacht. Wie warm dein Stall wirklich ist, hängt von Bauweise, Lüftung und Anzahl der Pferde ab. Modelle im 2-in-1-Prinzip lassen sich auch unter einer Outdoordecke tragen.
Häufig gestellte Fragen
Kann mein Pferd mit der Stalldecke in den Paddock?
Bei trockenem Wetter ist kurz in den Paddock meist kein Problem. Sobald es regnet oder schneit, saugt sich die Stalldecke voll, weil sie nicht wasserdicht ist. Für draußen wechselst du deshalb besser auf eine Outdoordecke.
Woran merke ich, dass meinem Pferd in der Box kalt ist?
Kalte Ohren allein sagen wenig aus. Hinweise sind Zittern, ein eingezogener Schweif oder ein kühler Rumpf an der Flanke. Fühl am besten unter der Mähne und an der Schulter, dort spürst du die Körperwärme gut.
Brauche ich eine eigene Stalldecke, wenn mein Pferd im Offenstall lebt?
Im Offenstall wechseln Pferde ständig zwischen drinnen und draußen, deshalb ist dort eine Outdoordecke die passende Wahl. Die Stalldecke ist für Pferde gedacht, die die Nacht in einer geschlossenen Box verbringen. Für kurze Aufenthalte drinnen kann sie aber trotzdem nützlich sein.
Kuschelig durch kalte Boxennächte
Wenn draußen der Frost an den Fenstern klebt, wird es in vielen Ställen über Nacht ganz schön kühl. Eine Stalldecke hält dann die Körperwärme deines Pferdes, ohne wasserdicht sein zu müssen, und fällt deshalb weich und leicht aus. Für ungeschorene Pferde reicht oft eine dünne Decke, kräftig gefütterte Modelle sind für geschorene Pferde in kühlen Ställen gedacht. Kreuzgurte und ein Schweifriemen sorgen dafür, dass beim Hinlegen und Aufstehen alles an seinem Platz bleibt. Mit 2-in-1-Modellen hast du gleichzeitig eine Unterdecke für kalte Koppeltage. Fühl am Morgen unter die Decke, ob dein Pferd geschwitzt hat, und nimm sie beim Putzen ab. So bemerkst du Druckstellen rechtzeitig und siehst schnell, ob die gewählte Füllung wirklich zu deinem Pferd und deinem Stall passt.