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Weidetränke: Damit im Hochsommer niemand quer über die Koppel muss

Ein heißer Julitag, die Herde steht im Schatten am hinteren Zaun. Wenn das Wasser gleich daneben steht, gehen die Tiere öfter trinken.

Weidetränke: Kurze Wege auf der Weide

Auf der Koppel ist der nächste Wasserhahn meistens weit weg. An Sommertagen braucht eine Kuh aber über hundert Liter, und wird ihr der Weg zu lang, frisst sie weniger und baut ab. Mit einer Weidetränke steht der Vorrat dort, wo gegrast wird. Die Poly-Tränken mit 450 oder 1000 Litern lassen sich umsetzen, halten Rinder aus und werden über Leitung, Fass oder Pumpe befüllt.

Der richtige Platz auf der Fläche

Am besten steht die Tränke ungefähr in der Mitte, damit kein Tier mehr als zweihundert Meter gehen muss. Such dir einen ebenen, trockenen Fleck, denn in einer Mulde wird der Boden rundherum bald zum Gatsch. Mit einer Stahlverankerung im Boden bleibt die Tränke stehen, auch wenn sich ein Rind daran reibt. Beim Umtrieb versetzt du sie leer mit dem Frontlader oder zu zweit. Wechselst du alle paar Wochen den Platz, erholt sich auch der Boden rund um die Tränke.

Algen keine Chance geben

Wasser, das in der Sonne steht, wird schnell grün. Algen und Schleim setzen sich an den Wänden fest und verderben den Tieren die Lust am Trinken. Schau deshalb bei jeder Weidekontrolle hinein und spül die Tränke mindestens einmal pro Woche aus. Ein Schwimmerventil an der Leitung hält den Wasserstand gleich und sorgt dafür, dass sie nicht unbemerkt leer wird. Gibt es keine Leitung, nimmst du ein Weidefass als Vorrat oder eine Weidepumpe, die ganz ohne Strom auskommt.

Häufig gestellte Fragen

Welche Größe passt für Pferde oder Schafe?
Pferde und Schafe trinken weniger als Rinder, deshalb reicht für kleine Gruppen oft die 450-Liter-Tränke. Für eine Rinderherde ohne Zulauf ist die 1000-Liter-Ausführung die sicherere Wahl.

Wie bekomme ich die Tränke voll, wenn keine Leitung liegt?
Mit einem Weidefass oder Tank als Vorrat, den du mit dem Traktor hinausbringst. Liegt ein Bach in der Nähe, holt eine Weidepumpe das Wasser ganz ohne Strom.

Warum trinken meine Rinder plötzlich weniger?
Oft liegt es am Wasser selbst. Ist es warm, grün oder verschmutzt, meiden es die Tiere. Reinige die Tränke, kontrolliere das Ventil und schau, ob ranghohe Tiere den Platz blockieren.

Wasser genau dort, wo gegrast wird

Je weiter das Wasser weg ist, desto seltener gehen Rinder trinken. Sie fressen dann weniger und bringen weniger Leistung. Eine mobile Weidetränke löst das Problem, weil sie mit der Herde mitwandert. Die Poly-Tränken mit 450 oder 1000 Litern sind leicht genug für den Umtrieb und robust genug für Tiere, die sich daran scheuern. Eine Stahlverankerung im Boden hält sie fest an ihrem Platz. Befüllen kannst du sie über eine Leitung mit Schwimmerventil, aus einem Weidefass oder stromlos mit einer Weidepumpe. Im Sommer gilt: einmal pro Woche ausspülen, bei viel Sonne öfter, denn sonst wird das Wasser grün. Und wenn im Herbst die Weidesaison endet, leerst du die Tränke, bevor der erste Frost kommt, und stellst sie bis zum Austrieb im Frühjahr geschützt ab.