Wildschutznetz: Schutz zum Mitnehmen
Wer seine Tiere regelmäßig umtreibt oder nur zeitweise Schutz braucht, möchte keinen festen Zaun bauen. Bei einem Wildschutznetz sind die Pfähle bereits eingearbeitet. Du rollst es aus, steckst es in den Boden und hängst das Weidezaungerät an. So ist eine Koppel, ein Gemüsegarten oder ein Teich in kurzer Zeit eingezäunt. Mit Strom hält das Netz Wolf, Sau, Fuchs und Otter fern und wandert beim nächsten Koppelwechsel einfach mit.
Sichtbar machen und richtig stellen
Ein Netz wirkt besser, wenn es das Wild schon von Weitem erkennt. Das Herdenschutzband von AKO in Blau und Weiß mit 100 m oder in Blau mit 250 m spannst du über dem Netz. Der Zaun wirkt so höher und ist in der Dämmerung gut zu sehen, das hält Wölfe zusätzlich vom Springen ab. Stell das Netz straff, damit es nicht durchhängt, und schließ in Senken jede Bodenlücke. Unter dem Netz mähst du regelmäßig, damit kein Gras Spannung abzieht.
Welche Höhe für welches Tier
Am Teich gegen den Otter reicht das AKO Fischotter Netz mit 50 cm. Gegen Wildschweine eignet sich das WildNet, dessen Maschen unten besonders eng sind. Für Schafe und Ziegen in Wolfsgebieten brauchst du mehr Höhe: OviNet Maxi und TitanNet Premium XBraid mit 122 cm, TitanNet Premium Vario mit 108 oder 122 cm, TitanNet 145 in 25 oder 50 m und das Kerbl OviNet mit 170 cm. Die Doppelspitze an den Pfählen gibt auch in steinigem Boden festen Halt.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich zwei Netze einfach miteinander verbinden?
Ja, die Netze haben an den Enden Verbindungsstücke, mit denen du sie stromleitend aneinanderhängst. Achte darauf, dass die Verbindung fest sitzt, sonst geht Spannung verloren.
Was mache ich, wenn das Netz im Schnee einsinkt?
Schnee drückt das Netz nach unten und kann die Spannung ableiten. Schüttel es nach starkem Schneefall ab oder stell es kurzfristig etwas höher.
Wie schnell baut eine Person ein 50 m Netz auf?
Mit etwas Übung schaffst du das allein in wenigen Minuten. Beim ersten Mal hilft es, das Netz vorher geordnet auszulegen, damit sich nichts verheddert.
Netze für Koppelwechsel und schnellen Schutz
Wenn deine Tiere oft die Weide wechseln oder ein Beet nur für ein paar Wochen geschützt werden muss, ist ein Netz die bequemste Lösung. Die Pfähle sind schon dran, du rollst es aus, steckst es ein und schließt das Gerät an. Am Teich hält ein Netz mit 50 cm den Otter ab, das WildNet mit engen Maschen unten stoppt Sauen und Frischlinge. Für Schafe und Ziegen in Wolfsgebieten gibt es Netze von AKO und Kerbl mit 108 bis 170 cm, die Doppelspitze hält auch auf steinigem Grund. Das Herdenschutzband darüber macht alles gut sichtbar. Verbinde mehrere Netze fest miteinander, lass sie nie ohne Strom stehen und schüttel sie nach Schneefall ab. Teil den Umfang deiner Fläche durch 25 oder 50 m und plane für Ecken und Tor ein Netz mehr ein. So ist die neue Koppel rasch gesichert.