Fütterung: Weniger Verlust, mehr Ruhe beim Fressen
Jeder Sack Futter kostet Geld, und ein Teil davon wird oft gar nicht gefressen. Heu, das im Mist landet, verschmutztes Kraftfutter und Tiere, die zu kurz kommen, sind die typischen Verluste am Fressplatz. Mit den richtigen Trögen und Raufen bekommst du das in den Griff. Hier findest du lange Futtertröge und Raufen fürs Heu für Schafe und Ziegen sowie Ergänzungsfutter für Phasen mit erhöhtem Bedarf.
Jedes Tier bekommt seinen Platz
Am wichtigsten ist ausreichend Platz, damit die ganze Gruppe zur selben Zeit fressen kann. Fehlt er, schieben stärkere Tiere die schwächeren weg, und das zeigt sich nach einigen Wochen an der Kondition. Genauso zählt Sauberkeit. Offene Tröge laden Schafe zum Hineinsteigen ein, und danach rührt keines das Futter mehr an. Ein Gitter über dem Trog verhindert das, weil nur der Kopf hindurchpasst. Bei Heu funktioniert die Raufe ähnlich. Sie gibt das Futter nach und nach ab, die Tiere zupfen es heraus, und es wird weniger zertrampelt. Steht die Raufe draußen, hält ein Dach das Heu trocken.
Die Ration übers Jahr anpassen
Wie viel ein Schaf braucht, ändert sich im Lauf des Jahres stark. Kurz vor dem Lammen und solange die Mutter säugt ist der Bedarf hoch, im Sommer auf einer guten Koppel kaum vorhanden. Stell Kraftfutter immer in kleinen Schritten um, weil sich der Vormagen erst daran gewöhnen muss. Für die heikle Zeit nach der Geburt gibt es Energiepasten für Milchkühe, Schafe und Ziegen, mit denen du gezielt einem einzelnen Tier hilfst, ohne die ganze Fütterung zu ändern. Nicht vergessen: Wer mehr frisst, braucht auch mehr Wasser. Plane Trog und Tränke deshalb immer gemeinsam.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch soll ein Trog für Schafe stehen?
So, dass die Tiere bequem mit gesenktem Kopf fressen, aber nicht hineinsteigen können. Lämmer brauchen einen niedrigeren Trog als ausgewachsene Schafe.
Wie oft am Tag sollte ich Kraftfutter geben?
Besser zwei kleinere Portionen als eine große. So bleibt der Vormagen im Gleichgewicht, und alle Tiere kommen ruhiger zu ihrem Anteil.
Können Ziegen aus denselben Trögen fressen?
Ja, die Tröge und Raufen eignen sich für Schafe und Ziegen. Ziegen sind beim Heu wählerischer, eine Raufe mit engem Gitter hilft gegen Verschwendung.
Futterplatz für Kraftfutter und Heu einrichten
Am besten richtest du den Fressplatz danach ein, was gefüttert wird. Kraftfutter, Minerale und Saftfutter kommen in den Futtertrog. In dieser Rubrik gibt es lange Tröge mit 42 Litern, auf Wunsch mit Gitter, damit niemand hineinsteigt, mit Schwimmer für Wasser oder in der stabilen Ausführung mit Glasfaser, außerdem Krippen mit 12 Litern zum Einhängen. Heu und anderes Raufutter gehören in die Heuraufe. Sie gibt das Heu nach und nach frei, die Tiere zupfen es heraus, statt es zu verstreuen, und weniger landet im Mist. Zur Wahl stehen Modelle mit und ohne Dach, eine Raufe für die Stallecke, die runde Comfort-Line mit 1,45 m und eine Raufe für das Kälberiglu. Egal wofür du dich entscheidest, sorge für genug Platz, damit die ganze Gruppe zugleich fressen kann.