Fütterung: Damit das Futter im Tier landet
Futter kostet Geld, und ein guter Teil davon geht nicht im Tier verloren, sondern am Futterplatz. Zertretenes Heu, verkotetes Kraftfutter und schwächere Tiere, die nicht herankommen: Das sind die drei Verluste, die sich mit passenden Trögen und Raufen abstellen lassen. Dafür stehen Langfuttertröge und Heuraufen für Schafe und Ziegen bereit, dazu Ergänzungsfutter für die heikle Zeit nach dem Ablammen.
Rund ums Jahr richtig zufüttern
Der Bedarf schwankt stark. In der Hochträchtigkeit und in der Säugezeit steigt er deutlich, im Sommer auf guter Weide fällt er fast weg. Stell dich darauf ein, indem du Kraftfutter langsam anfütterst und die Menge über Tage steigerst, denn der Pansen braucht Zeit zum Umstellen. Für die kritischen Wochen nach dem Ablammen gibt es zusätzlich Energiepasten für Milchkühe, Schafe und Ziegen, mit denen du ein einzelnes Tier stützt, ohne die ganze Ration umzustellen. Und vergiss nicht: Wo viel gefressen wird, steigt der Wasserbedarf mit. Trog und Tränke planst du am besten gemeinsam.
Platz, Rangordnung und Sauberkeit
Der wichtigste Punkt ist banal: Es braucht genug Fressplatz, damit alle Tiere gleichzeitig fressen können. Sonst drängen ranghohe Schafe die schwächeren weg, und du siehst den Unterschied Wochen später am Gewicht. Der zweite Punkt ist die Sauberkeit. Schafe steigen in jeden offenen Trog, den sie erreichen, und dann ist das Futter hin. Ein Fressgitter löst das, weil die Tiere nur den Kopf durchstecken. Beim Heu wirkt dasselbe Prinzip umgekehrt: Eine Raufe gibt das Heu langsam frei, das Tier zupft statt zu wühlen, und weniger landet unter den Klauen. Ein Dach über der Raufe hält den Rest trocken, wenn sie im Freien steht.
Häufig gestellte Fragen
Wie schnell darf ich Kraftfutter steigern?
In kleinen Schritten über mehrere Tage. Eine plötzliche große Menge kann zur Pansenübersäuerung führen.
Brauche ich Trog und Raufe?
Ja, beides. Der Trog ist für Kraftfutter und Mineralien da, die Raufe für Heu. Raufutter bleibt in der Raufe deutlich sauberer.
Wie halte ich die Schafe aus dem Trog?
Mit einem Fressgitter darüber. Die Tiere stecken nur den Kopf durch und kommen mit den Klauen nicht ins Futter.
Wo das Futter verloren geht und wie du es abstellst
Am Futterplatz gehen drei Dinge verloren: zertretenes Heu, verkotetes Kraftfutter und die Portion, die ein rangniedriges Tier nie bekommt. Die ersten beiden löst du über das Gerät, das dritte über den Platz. Für Kraftfutter, Mineralien und Saftfutter gehst du zu Futtertrog und findest dort Langfuttertröge mit 42 Litern, wahlweise mit Fressgitter, mit Schwimmerventil oder glasfaserverstärkt, dazu Transportkrippen mit 12 Litern zum Einhängen. Heu und Raufutter laufen über Heuraufe, wo die Tiere einzelne Halme herauszupfen statt sich hineinzuwühlen. Es gibt Ausführungen mit und ohne Dach, die Eck-Heuraufe für die Stallecke, die Ringraufe Comfort-Line mit 1,45 Metern und eine Raufe fürs Kälberiglu. Rechne überall so viel Platz, dass die ganze Gruppe gleichzeitig frisst.