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Krallenpflege: Schluss mit dem Klackern auf Fliesen und Parkett

Klick, klick, klick auf dem Küchenboden: Spätestens dann sind die Krallen zu lang. Mit Schere, Zange oder Schleifer kürzt du sie daheim in Ruhe.

Krallenpflege: In kleinen Schritten zur richtigen Länge

Hunde, die viel auf Asphalt unterwegs sind, schleifen ihre Krallen oft von selbst ab. Wer vor allem auf Wiese, Waldboden oder im Garten läuft, muss nachhelfen. Zu lange Krallen drücken die Zehen in eine unnatürliche Stellung, können einreißen und machen glatte Böden rutschig. Mit einer Krallenschere, einer Zange oder einem Schleifgerät mit Akku von Wahl oder Kerbl erledigst du das ganz entspannt selbst.

Schneiden ohne Schreckmoment

Mitten durch die Kralle zieht sich das Leben, ein durchbluteter Kern mit Nerven. Bei hellen Krallen schimmert es rosa durch, bei schwarzen bleibt es unsichtbar. Nimm deshalb pro Schnitt nur ein, zwei Millimeter ab und kontrolliere die Fläche. Zeigt sich in der Mitte ein feuchter, dunkler Kreis, ist Schluss. Denk auch an die Wolfskralle innen am Vorderlauf, die sich nie abläuft und gern einwächst. Am besten arbeitest du bei gutem Licht und mit einem Helfer, der deinen Hund hält und lobt.

Welches Werkzeug zu welchem Hund passt

Zarte Krallen von Welpen und Zwergrassen kürzt du mit einer kleinen Schere mit kurzen Klingen. Dicke Krallen großer Hunde verlangen nach einer kräftigen Zange mit gutem Hebel. Einsteiger greifen gern zum Schneider mit Anschlag, der zu tiefe Schnitte verhindert. Ein Schleifer trägt die Kralle in feinen Schichten ab und ist bei dunklen Krallen die sichere Wahl. Raue Kanten glättest du anschließend mit einer Feile, damit nichts an Teppich oder Hose hängen bleibt.

Häufig gestellte Fragen

Schleifer oder Schere, was ist für Anfänger einfacher?
Mit dem Schleifer nimmst du nur hauchdünne Schichten ab und triffst das Leben kaum versehentlich. Dafür braucht es etwas Geduld, bis sich dein Hund an Geräusch und Vibration gewöhnt hat. Die Schere ist schneller, verlangt aber einen ruhigen Hund und ein gutes Auge.

Reicht es, wenn mein Hund viel auf Asphalt läuft?
Bei vielen Hunden ja, zumindest an den Hinterpfoten. Die Daumenkrallen und oft auch die vorderen Krallen nutzen sich trotzdem zu wenig ab. Kontrolliere deshalb alle paar Wochen sämtliche Krallen, auch wenn ihr täglich auf der Straße unterwegs seid.

Kann ich eine Nagelschere für Menschen verwenden?
Besser nicht, denn Hundekrallen sind rund und deutlich härter als menschliche Nägel. Eine Nagelschere quetscht die Kralle und kann sie splittern lassen. Mit Werkzeug, das für Hunde gemacht ist, gelingt ein glatter, sauberer Schnitt.

Krallen kürzen ohne Stress

Bei Hunden, die selten auf hartem Untergrund laufen, wachsen die Krallen schneller, als sie sich abnutzen. Damit die Zehen gerade stehen und nichts einreißt, kürzt du sie am besten regelmäßig selbst. Für zarte Krallen eignet sich die kleine Basic-Care-Schere, für kräftige Hunde die Profischere von Wahl oder eine stabile Zange mit langem Hebel. Der Schneider mit Anschlag bremst zu tiefe Schnitte und nimmt Anfängern die Angst. Ängstliche Hunde und schwarze Krallen sind beim Akku-Schleifer von Kerbl oder Wahl gut aufgehoben, weil er nur dünne Schichten abträgt. Die Feile macht scharfe Ränder rund, und die Hundepflegebox enthält bereits ein Grundset. Nimm dir pro Pfote Zeit, lob deinen Hund viel und hör lieber früher auf. Die restlichen Krallen kommen eben morgen dran.