Hundepflege: Kleine Routinen, großer Unterschied
Fünf Minuten am Abend genügen oft: einmal durchs Fell gehen, Pfoten anschauen, die Ohren kontrollieren. Solche Pflegerituale halten deinen Hund sauber und zeigen dir früh, wenn etwas nicht passt, etwa eine Zecke, eine wunde Stelle oder ein entzündetes Ohr. Viele Hunde genießen die Aufmerksamkeit und entspannen sich dabei richtig. So wird die Körperpflege beim Hund zur gemeinsamen Zeit statt zur lästigen Pflicht.
Was wie oft dran ist
Das Haarkleid bestimmt den Takt: Langhaarige Rassen wie Collie oder Berner Sennenhund wollen beinahe täglich gebürstet werden, einem Kurzhaardackel reicht eine Runde pro Woche. Pudel, Doodles und manche Terrier brauchen zusätzlich regelmäßig einen Schnitt, den du mit Maschine oder Schere von Wahl und Aesculap auch selbst schaffst. Die Nägel an den Pfoten kontrollierst du alle paar Wochen, die Ballen im Winter nach jeder Runde, wenn Salz auf den Gehsteigen liegt.
Gebiss, Gehör und kleine Notfälle
Zahnstein entsteht schleichend. Mit einer Fingerzahnbürste putzt du sanft und beugst Belägen vor, am besten gewöhnst du deinen Hund in kleinen Schritten daran. Ins Ohr schaust du einmal pro Woche: Riecht es, ist es rot oder kratzt er sich ständig, gehört das Ohr zum Tierarzt. Für unterwegs und daheim lohnt sich eine kleine Notfallausstattung mit Zeckenzange, Verband und Schere, damit du bei Kratzern schnell reagieren kannst.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich meinem Hund die Zähne mit normaler Zahnpasta putzen?
Nein, Zahnpasta für Menschen enthält oft Fluorid und manchmal Xylit, das für Hunde giftig ist. Nimm eine spezielle Hundezahnpasta oder putz anfangs einfach mit Wasser. Wichtiger als das Mittel ist ohnehin, dass du regelmäßig dranbleibst.
Wie entferne ich eine Zecke richtig?
Fass die Zecke mit einer Zeckenzange möglichst nah an der Haut und zieh sie langsam und gerade heraus. Desinfiziere die Stelle danach und beobachte sie ein paar Tage. Rötet sie sich stark oder wirkt dein Hund matt, frag den Tierarzt.
Was tun, wenn mein Hund beim Bürsten schnappt?
Brich ab, bevor die Situation eskaliert, und überleg, ob ihm etwas wehtut, etwa ein Filz oder eine empfindliche Stelle. Fang danach mit ganz kurzen Einheiten und vielen Belohnungen wieder an. Hält das Abwehrverhalten an, lass ihn tierärztlich durchchecken.
Hundepflege: Von der Pfote bis zur Schnauze
Klackert es am Parkett, ist die Krallenpflege fällig. Einmal pro Woche ein Blick ins Ohr, dafür liegt alles bei der Ohrenpflege. Gegen Salz und rissige Ballen hilft die Pfotenpflege. Bürsten, Kämme und Shampoos findest du bei der Fellpflege, für den Haarschnitt daheim die Hundeschermaschine. Die Fingerzahnbürste für saubere Zähne liegt gleich hier auf dieser Seite. Verband, Zeckenzange und Halskrause stehen in der Hundeapotheke bereit, falls einmal etwas passiert.