Ladungssicherung: Gut verzurrt vom Hof bis zum Ziel
Heuballen auf dem Hänger, Steher und Draht auf der Pritsche, Werkzeugkisten im Transporter: Was nicht fest ist, rutscht spätestens beim ersten kräftigen Bremsen. Damit die Fahrt ruhig bleibt, findest du hier Zurrgurte, Abdecknetze, Planen und Hebebänder in Längen und Belastungsklassen, wie sie im bäuerlichen Alltag gebraucht werden.
Drei Wege, eine Ladung zu halten
Am häufigsten wird niedergezurrt. Ein Ratschenzurrgurt drückt die Ladung auf die Fläche, dadurch steigt die Reibung und nichts wandert. Leichtes, loses Material bleibt unter einem Netz oder einer Plane an Bord, weil beide die ganze Ladefläche überspannen. Muss etwas angehoben werden, kommen Hebebänder und Rundschlingen mit klar gekennzeichneter Tragkraft zum Einsatz. Und bleibt einmal ein Fahrzeug liegen, helfen Abschleppseile und Abschleppschlingen weiter.
Kurzer Check vor der Abfahrt
Verlass dich immer auf die Angabe am Etikett und nicht auf den Eindruck, dass ein Gurt kräftig wirkt. Die Werte gelten nur, solange das Gewebe unversehrt ist. Am häufigsten reißt ein Gurt an einer scharfen Kante, darum gehören Kantenschutzwinkel an jede Ladung mit Ecken. Schau dir vor dem Losfahren kurz an, ob Einschnitte oder Scheuerstellen da sind und ob die Ratsche sauber einrastet. Das dauert eine Minute und erspart dir den Halt am Straßenrand.
Häufig gestellte Fragen
Wie sichere ich Rundballen auf dem Anhänger?
Am sichersten mit mehreren Ratschenzurrgurten, die über die Ballen gespannt und gleichmäßig verteilt werden. Liegen die Ballen an einer Stirnwand an, können sie beim Bremsen nicht nach vorn rutschen.
Was mache ich gegen flatternde Gurtenden?
Wickle das lose Ende um den gespannten Gurt oder knote es ein. Ein flatterndes Ende scheuert am Lack und kann sich in der Ratsche verfangen.
Brauche ich für den Traktoranhänger andere Gurte als fürs Auto?
Das hängt vom Gewicht der Ladung ab, nicht vom Fahrzeug. Für schwere Lasten auf dem Hänger sind breite Gurte mit hoher Zugkraft üblich, für den Kofferraum reichen schmalere.
Vom Abdecken bis zum Anheben
Leichtes Material, das der Fahrtwind sonst mitnimmt, deckst du mit einer Plane ab. Schwere Teile drückt ein Zurrgurt mit Ratsche fest auf die Ladefläche. Für Rohre, Fässer und empfindliche Teile, die angehoben werden, nimmst du eine Rundschlinge, die sich weich um die Last legt. Willst du auf der Fahrt sehen, was geladen ist, liegt ein Abdecknetz besser als jede Plane. Bündel, Latten und Gitter halten Spanngurte mit Klemmschloss in Sekunden zusammen, und wo eine Last mit Kran oder Frontlader gehoben wird, ist ein Hebeband mit ausgewiesener Tragkraft die richtige Wahl. Leg an Ecken immer einen Kantenschutz dazwischen.