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Einzelfuttermittel: Für alle, die den Futterkübel selbst mischen

Manche Reiter mischen den Futterkübel am liebsten selbst, Schaufel für Schaufel. Dafür gibt es hier Körner, Saaten und Luzerne ohne fertige Rezeptur.

Einzelfuttermittel: Dein eigenes Rezept im Kübel

Einzelfuttermittel sind Futterbausteine aus genau einer Zutat. Daraus mischst du dir eine Ration, die du bis ins Detail kennst. Bei uns gibt es Schwarzhafer konventionell und bio, Gerste ganz, gequetscht, geschrotet oder als Flocken, Bio-Maisschrot, braune und goldene Leinsaat, Flohsamen, geschnittenes Luzerneheu und MSM Pulver von Waldhausen und Stiefel.

Energie aus Körnern

Getreide ist die klassische Energiequelle im Pferdestall. Hafer verdaut das Pferd am besten, weshalb er ganz gefüttert werden kann. Gerste und Mais hingegen sollten aufgeschlossen sein, also gequetscht, geschrotet oder geflockt, damit der Darm die Stärke verwerten kann. Wie viel Getreide nötig ist, hängt vom Pensum ab. Ein Schulpferd mit mehreren Stunden täglich braucht mehr als ein Pferd, das am Wochenende ausgeritten wird.

Saaten und besondere Zusätze

Leinsaat bringt Öl und Schleimstoffe in die Ration und ist im Haarwechsel und bei Pferden mit trockenem Fell beliebt. Flohsamen quellen stark und werden gern als Kur eingesetzt, wenn Pferde auf sandigem Boden fressen. Geschnittene Luzerne liefert Eiweiß und Struktur, MSM kommt bei vielen Haltern rund um Haut und Bewegung zum Einsatz. Eine selbst gemischte Ration braucht immer ein passendes Mineralfutter, sonst fehlen Spurenelemente.

Häufig gestellte Fragen

Warum soll Gerste für Pferde gequetscht sein?
Ganze Gerstenkörner haben eine harte Schale, die viele Pferde nicht ausreichend zerkauen. Die Stärke gelangt dann unverdaut in den Dickdarm. Gequetscht oder geflockt kann dein Pferd sie deutlich besser nutzen.

Wie oft im Jahr sollte ich eine Flohsamenkur machen?
Viele Halter füttern Flohsamen ein paar Mal im Jahr über einige Tage, besonders bei Sandpaddocks. Wichtig ist genug Wasser, weil die Samen stark quellen. Bei Koliksymptomen gehört dein Pferd zum Tierarzt.

Brauche ich zu Hafer noch ein Mineralfutter?
Ja, unbedingt. Hafer liefert vor allem Energie, aber kaum ausgewogene Mineralstoffe und Vitamine. Erst mit einem Mineralfutter und gutem Heu wird daraus eine vollständige Ration.

Futterbausteine für deine Hausmischung

Viele Reiter haben ihr eigenes Rezept, das sie über die Jahre verfeinert haben. Dafür brauchst du einzelne Zutaten in guter Qualität. Schwarzhafer gibt es konventionell und aus Bio-Anbau, Gerste ganz, gequetscht, geschrotet oder als Flocken, dazu Bio-Maisschrot für Pferde mit hohem Energiebedarf. Braune und goldene Leinsaat sind im Haarwechsel beliebt, Flohsamen kommen bei Pferden auf Sandpaddocks gern als Kur in den Kübel. Geschnittene Luzerne bringt Struktur und Eiweiß, MSM Pulver ergänzt das Angebot. So passt du deine Mischung flexibel an Arbeit, Jahreszeit und Figur deines Pferdes an. Vergiss dabei das Mineralfutter nicht, denn erst damit wird aus den einzelnen Bausteinen eine runde Ration, die dein Pferd über das ganze Jahr gut versorgt.