Stalleinrichtung: Weniger Handgriffe, mehr Zeit für die Tiere
Neuweltkameliden stellen keine großen Ansprüche an ihr Quartier. Es soll trocken sein, frische Luft bekommen und sich leicht sauber halten lassen. Mit durchdachter Ausstattung geht die tägliche Arbeit flott von der Hand: Eine Raufe schützt das Heu vor dem Zertreten, ein saugfähiger Untergrund nimmt Nässe und Geruch auf, und robuste Tränken sorgen dafür, dass auch bei Minusgraden genug Wasser da ist.
Rund um Heu und Trog
Verzinkte Einzel- und Doppelraufen heben das Heu vom Boden. So landet weniger im Mist und die Tiere nehmen weniger Wurmeier auf. Möchtest du die Fresszeit strecken, hängst du ein engmaschiges Heunetz auf. Für Rundballen gibt es Netze und Rahmen im Format 1,81 mal 1,81 Meter. Für das Zufutter eignen sich Tröge und Tonnen mit Deckel, die den Vorrat ordentlich und vor Mäusen geschützt halten. Richte mehr Fressstellen ein, als du Tiere hast, dann kommen auch die zurückhaltenden ohne Rangelei zum Zug.
Liegeplatz und Mistrunde
Ein trockener Untergrund schützt Klauen und Wolle. Zeolithpulver wie KerbaDry nimmt Nässe auf und bindet Stallgeruch, die Luft wird spürbar frischer. Dazu kommt ein angenehmer Zug der Tiere: Sie legen sich feste Toilettenplätze an. Räumst du diese jeden Tag mit Gabel und Schaufel, bleibt der übrige Stall lange sauber und du brauchst weniger frisches Stroh. Leichte Stiele und kräftige Schaufelblätter machen die Arbeit angenehm. Sorg außerdem für frische Luft ohne Durchzug, damit die Atemwege gesund bleiben.
Häufig gestellte Fragen
Brauchen Alpakas einen geschlossenen Stall?
Ein offener Unterstand mit drei geschlossenen Seiten reicht meist aus. Wichtig sind Schutz vor Wind, Regen und Sonne sowie ein trockener Boden.
Wie verhindere ich, dass die Tränke einfriert?
Stell sie an einen geschützten Platz und kontrolliere sie an frostigen Tagen mehrmals. Im Stall mit Stromanschluss hilft eine beheizbare Lösung.
Wie oft sollte ich frisch einstreuen?
Wenn du die Kotplätze täglich räumst, reicht meist ein gelegentliches Nachstreuen. Wird der Liegebereich feucht, streust du früher nach.
Ein Stadl, der zur Herde passt
Wenn der Stall gut geplant ist, sparst du jeden Tag Arbeit und deine Tiere bleiben fit. Im Bereich Fütterung stehen Raufen, Heunetze und Tröge, mit denen das Heu sauber bleibt und die Tiere länger beschäftigt sind. Für frisches Wasser drinnen und draußen sorgen die Tränken. Damit der Liegeplatz trocken bleibt, gibt es Einstreu und Pulver, das Nässe und Stallgeruch bindet. Beim Ausmisten unterstützen dich Gabeln, Schaufeln und Rechen, mit denen die Toilettenplätze in wenigen Minuten geräumt sind. So hast du den Stall gut im Griff, und die Luft bleibt auch im Winter frisch.