Unterlegtrense: Feine Hilfen für das Reiten auf Kandare
Wer sein Pferd auf Kandare reiten möchte, benötigt zwingend eine Unterlegtrense. Dieses spezielle Gebiss bildet zusammen mit der Kandarenstange die klassische Doppelzäumung. Da im Pferdemaul nun zwei Gebisse liegen, zeichnet sich die Unterlegtrense durch ein dünneres Mundstück und reduzierte Ringdurchmesser aus. Sie ist dafür zuständig, die Flexibilität und Biegung des Pferdes zu erhalten, während die Stange die Versammlung unterstützt.
Optimale Raumnutzung im Pferdemaul
Pferde haben naturgemäß nicht viel Platz in der Maulhöhle. Die Kombination aus zwei dicken Gebissen würde unweigerlich zu Druckstellen und Unmut führen. Aus diesem Grund werden Unterlegtrensen häufig in Stärken zwischen 10 mm und 14 mm angeboten. Die verkleinerten Ringe garantieren zudem, dass die mechanische Hebelwirkung der Kandarenanzüge nicht blockiert wird und nichts an den Maulwinkeln scheuert.
Die Position im Maul
Die Unterlegtrense liegt im Maul stets oberhalb der Kandarenstange, also näher an den Maulwinkeln. Da der Unterkiefer des Pferdes an dieser Stelle breiter ist als weiter unten Richtung Schneidezähne, muss die Unterlegtrense etwas breiter gewählt werden als die Stange. Als Faustregel gilt ein Unterschied von etwa 0,5 bis 1,0 cm.
Häufig gestellte Fragen
Warum nutzt man nicht einfach eine normale Wassertrense?
Eine normale Wassertrense hat oft Gebissringe mit einem Durchmesser von 70 mm. Diese großen Ringe würden im Kandarenzaum mit den Kinnkettenhaken und den Anzügen kollidieren. Zudem sind reguläre Trensen meist zu dick, um sie zusammen mit einer Stange komfortabel im Maul zu platzieren.
Sind doppelt gebrochene Unterlegtrensen besser?
Viele Reiter bevorzugen doppelt gebrochene Modelle, da sich das Mittelstück weich über die Zunge legt und der darunterliegenden Kandarenstange mehr Raum lässt. Manche Pferde richten sich an einfach gebrochenen Gebissen jedoch besser auf – hier entscheidet das individuelle Gefühl des Pferdes.
Darf man zwei verschiedene Metalle im Maul kombinieren?
Man kann unterschiedliche Legierungen (z. B. Edelstahl und Kupfer) kombinieren. Einige Pferde reagieren darauf sehr gut und kauen vermehrt. Andere empfinden den minimalen galvanischen Effekt als unangenehm. Im Zweifel wählt man für beide Gebisse das gleiche Material.
Das Basisgebiss für die Doppelzäumung
Die Unterlegtrense übernimmt beim Reiten auf Kandare eine entscheidende Rolle: Sie erhält die Beweglichkeit des Pferdes und ermöglicht feine, stellende Hilfen. Damit sich dein Pferd mit zwei Gebissen wohlfühlt, sind ein dünnes Mundstück und kleine Gebissringe unerlässlich, um Reibung und Druck zu vermeiden.
Achte bei der Zusammenstellung deines Kandarenzaums darauf, dass die Unterlegtrense eine Spur breiter ist als die Kandarenstange. Ob aus pflegeleichtem Edelstahl oder speichelfördernden Kupferlegierungen – wähle das Modell, das die Losgelassenheit deines Pferdes am besten unterstützt.