Wildzaun: Passend zum Wild, das du abhalten willst
Kein Zaun hält jedes Wild ab. Rehe setzen darüber, Sauen schieben mit dem Wurf darunter durch, Fischotter graben und klettern, Wölfe suchen am Boden nach Schwachstellen. Ein wirksamer Wildzaun ist daher auf das Tier ausgelegt, das draußen bleiben soll. Stromführende Litzen, Bänder oder Netze geben einen kurzen Impuls ab und lehren das Wild, die Fläche zu meiden. So schützt du Garten, Kultur oder Herde schonend und auf Dauer.
Komplettsets für einen raschen Aufbau
Der leichteste Einstieg ist ein fertiges Zaunset. Gerät, Leiter, Pfähle und Zubehör passen darin zusammen, du musst also nichts mühsam einzeln zusammensuchen. Für Rehe gibt es Sets mit gut sichtbarem Band, für Teiche niedrige Netze und Litzen gegen den Fischotter sowie höhere Netze gegen den Graureiher. Das AKO Fischotter Netz mit 50 cm Höhe ist elektrifizierbar und lässt sich knapp am Ufer entlangführen. Viele Sets bekommst du mit 12 V Solar für entlegene Flächen oder mit 230 V für den Netzanschluss.
Ein Aufbau, der hält
Selbst der beste Zaun bringt wenig, wenn er Lücken hat. Führ ihn knapp über dem Boden, besonders bei Mulden und Gräben, durch die Wild gern schlüpft. Halte die Leiter frei von Gras und Ästen, denn jede Berührung frisst Spannung. Eine gute Erdung des Geräts ist genauso wichtig wie der Zaun selbst. Und vergiss die Warntafeln nicht, wenn der Zaun an einem öffentlichen Weg steht. Mit regelmäßigen Kontrollen bleibt dein Wildzaun viele Jahre wirksam.
Häufig gestellte Fragen
Solarset oder 230 V, was passt besser?
Ist eine Steckdose in Reichweite, sind 230 V die einfachste und kräftigste Variante. Auf Flächen ohne Stromanschluss ist ein 12 V Solarset die richtige Wahl, solange das Modul ausreichend Sonne abbekommt.
Wie häufig sollte ich den Zaun kontrollieren?
In den ersten Tagen am besten täglich, bis du merkst, dass das Wild ihn akzeptiert. Danach genügt meist ein Rundgang in der Woche und ein Kontrollblick nach jedem Unwetter.
Muss ich einen Wildzaun genehmigen lassen?
Für mobile Elektrozäune im Garten oder auf der Weide in der Regel nicht. Bei dauerhaften Zäunen in der freien Landschaft können je nach Gemeinde und Bundesland eigene Vorgaben gelten.
Den Wildzaun nach Wildart aussuchen
Welcher Zaun passt, hängt vom Wild ab, das du draußen halten willst. Für Gärten, Obstgärten und Christbaumkulturen mit Rehverbiss gibt es den Rehzaun mit gut sichtbarem Band. Fischotter und Graureiher hältst du mit einem Teichzaun vom Wasser fern, damit deine Fische bleiben. Gegen aufgewühlte Wiesen und geplünderte Äcker hilft ein Wildschweinzaun mit bodennaher Litze oder Netz. Schaf- und Ziegenhalter sichern ihre Herde mit einem Wolfschutzzaun, der auf Höhe und Bodenschluss ausgelegt ist. Viele Sets laufen mit 12 V Solar für entlegene Flächen oder mit 230 V in Hofnähe.