Schaf: Vom Ablammstall bis zum Almauftrieb
Bei Schafen richtet sich die Arbeit nach der Saison. Im Jänner und Feber steht der Ablammstall im Mittelpunkt, im Frühjahr Schur und Klauen, ab dem Almauftrieb dreht sich alles um Zaun, Wasser und Kontrolle, im Herbst kommen Deckzeit und Kennzeichnung dazu. Wir führen dafür das, was am Betrieb wirklich täglich in die Hand genommen wird: Futter und Tränken, Netze und Horden, Schermaschinen, Klauenwerkzeug und Veterinärbedarf, vom Hobbyhalter bis zum Bergbauernbetrieb.
Gesundheit, Klauen und die Schur
Drei Dinge bestimmen, wie viel Arbeit eine Herde macht: Klauen, Parasiten und der Zugang zum Maul. Für die Klauen liegen Scheren, Messer und Pflegemittel bereit, für Behandlungen Dosierspritzen und Bolus-Eingeber, für die rasche Kontrolle digitale Fieberthermometer. Geschoren wird meist einmal im Jahr im Frühjahr, bei Muttertieren gern noch vor dem Ablammen, weil die Lämmer das Euter dann leichter finden. Dafür bekommst du Handstücke, Akkugeräte und komplette Schuranlagen von Heiniger, Aesculap, Kerbl, Wahl und Wellington. Innere Parasiten bleiben Sache des Tierarztes, die Sprays hier wirken äußerlich.
Zaun, Hutweide und der Wolf
Draußen entscheidet der Zaun, wie ruhig die Saison verläuft, denn ein Schaf findet jede schwache Stelle. Elektrifizierbare Schafnetze gibt es in 90, 105, 108, 122 und 145 Zentimetern Höhe, mit Einzel- oder Doppelspitze. Im weichen, gatschigen Boden steht die Doppelspitze deutlich stabiler, und sobald der Wolf ein Thema ist, brauchst du mindestens 120 Zentimeter, besser 145. Wo nicht umgetrieben, sondern sortiert und behandelt wird, kommen Steckfixhorden dazu, die sich ohne Werkzeug zusammenstecken lassen, samt Tor, Lämmerschlupf und Überdachung. Für die Übersicht in der Herde gibt es Viehzeichenstifte, Schafzeichenfarbe, Fesselbänder und das Bocksprunggeschirr.
Häufig gestellte Fragen
Was lege ich vor dem Ablammen bereit?
Kolostrum, Sauger und eine Wärmequelle. Antikörper nimmt ein Lamm nur in den ersten Lebensstunden über den Darm auf, später hilft das beste Präparat nichts mehr.
Wie oft schaue ich die Klauen durch?
Zwei- bis dreimal im Jahr. Auf feuchtem Grünland wächst mehr nach als auf steinigem Boden, dort kontrollierst du besser öfter.
Welche Netzhöhe braucht es gegen den Wolf?
Mindestens 120 Zentimeter, besser 145. Genauso wichtig ist, dass unten kein Spalt offen bleibt und die Spannung passt.
Der ganze Schafbedarf an einer Stelle
Fang dort an, wo gerade Arbeit ansteht. Pellets und Lecksteine liegen unter Schaffutter, Tröge und Raufen unter Stalleinrichtung. Klauen, Parasiten und Schur sind bei Pflege & Tiergesundheit, Netze und Horden bis Wolfshöhe bei Schafzaun. Rund ums Ablammen im Feber hilft Lämmeraufzucht. Stifte und Bänder gibt es bei Kennzeichnung, Halfter und Stricke bei Anbindung & Bändigung, deine eigene Ausrüstung bei Schäfer Bekleidung & Zubehör.