Schafzaun: Sicher eingezäunt, auch wenn der Wolf kommt
Ein Schaf findet jede schwache Stelle im Zaun, und es findet sie meist in der Nacht. Darum entscheidet der Zaun mit darüber, wie ruhig deine Weidesaison verläuft. Das Sortiment teilt sich in drei Wege: das elektrifizierbare Schafnetz für flexible Flächen, die steckbare Horde für feste Abteilungen und das Komplettset, wenn Zaun und Strom gemeinsam kommen sollen.
Feste Abteilungen und der rasche Start mit dem Set
Wo nicht umgetrieben, sondern sortiert, behandelt und gefangen wird, sind Steckfixhorden die bessere Wahl. Die Panele werden ohne Werkzeug ineinander gesteckt, es gibt sie in 1,37, 1,83 und 2,75 Metern Länge, wahlweise mit Tor oder mit Lämmerschlupf, dazu Überdachung und Weideunterstand. Wer ganz neu anfängt oder kurzfristig eine Fläche sichern muss, greift zum Komplettset. Darin stecken Netz, Weidezaungerät, Erdung und Anschlusskabel aufeinander abgestimmt, mit 12 Volt, 230 Volt oder Solar. Für den Ernstfall gibt es außerdem ein Wolf-Notfallset mit 500 Metern Netz und 1000 Metern Litze.
Höhe, Spitzen und der Wolf
Netze gibt es in 90, 105, 108, 122, 145 und 170 Zentimetern Höhe. Für die normale Herdenführung auf der Hutweide reichen 90 bis 108 Zentimeter. Gegen den Wolf sollten es mindestens 120 Zentimeter sein, besser 145. Genauso wichtig wie die Höhe ist, dass unten kein Spalt offen bleibt und das Netz sauber gespannt steht, denn ein durchhängendes Netz lädt zum Durchschlüpfen ein und verliert obendrein Spannung ins Gras. Die Doppelspitze steht im weichen, gatschigen Boden deutlich stabiler als die Einzelspitze, dafür ist die Einzelspitze leichter und schneller gesetzt. Und egal, welches Netz du wählst: Es muss stromführend sein, sonst ist es nur eine optische Grenze.
Häufig gestellte Fragen
Nehme ich Netz oder Horde?
Das Netz für Weideflächen, die du regelmäßig versetzt. Die Horde für feste Abteilungen im Stall und für Fang- und Behandlungsbuchten.
Wie hoch muss ein wolfsabweisender Zaun sein?
Mindestens 120 Zentimeter, besser 145. Ebenso wichtig sind ein bodennaher Abschluss ohne Spalt und ausreichend Spannung.
Wann ist ein Komplettset sinnvoll?
Beim Einstieg. Netz, Gerät und Erdung passen zusammen, und du musst dir nicht jedes Teil einzeln zusammensuchen.
Beweglich zäunen oder fix abteilen
Die erste Frage ist, ob der Zaun mitwandert oder stehen bleibt. Ziehst du mit der Herde über Portionen, Rain und Hutweide, ist das Schafnetz dafür gemacht: elektrifizierbar, in Höhen von 90 bis 170 Zentimetern und mit Einzel- oder Doppelspitze, wobei die Doppelspitze im gatschigen Boden spürbar besser hält. Bleibt die Abteilung stehen, weil du dort sortierst, behandelst oder fängst, nimmst du die Steckfixhorde, deren Panele ohne Werkzeug ineinanderstecken, auf Wunsch mit Tor und Lämmerschlupf. Fehlt noch der Strom dazu, ersparst du dir mit einem Schafzaun Set das Zusammensuchen, weil Netz, Weidezaungerät und Erdung schon abgestimmt sind. Beim Wolf gilt überall: ab 120 Zentimeter, unten kein Spalt, ordentlich Spannung.