Pflege & Tiergesundheit: Wo beim Schaf die Arbeit anfällt
Bei Schafen hängt viel an drei Stellen: an den Klauen, an der Wolle und an dem, was du im Krankheitsfall griffbereit hast. Genau das ist hier gebündelt. Du findest Veterinärbedarf für Kontrolle und Behandlung, Werkzeug und Mittel für die Klauen sowie Schermaschinen und Schuranlagen für den Termin im Frühjahr.
Klauen und Schur sind fixe Termine
Klauen und Wolle lassen sich nicht aufschieben. Zu lange Klauen führen zu Fehlstellungen, Lahmheit und schlechter Futteraufnahme, deshalb gehören Klauenschere, Klauenmesser und Pflegemittel auf jeden Betrieb. Auf feuchtem Grünland wächst mehr nach als auf steinigem Boden, dort schaust du besser öfter nach. Geschoren wird meist einmal im Jahr im Frühjahr, oft im Mai und gern noch vor dem Almauftrieb. Bei Muttertieren zahlt sich der Termin vor dem Ablammen aus, weil die Lämmer das Euter dann leichter finden. Für ein paar Tiere reicht die Handschere, ab einer kleinen Herde eine Schermaschine mit Kabel oder Akku, bei großen Beständen eine Schuranlage mit biegsamer Welle.
Erst nachschauen, dann behandeln
Am Anfang steht immer die Kontrolle. Ein Fieberthermometer sagt dir in einer halben Minute, ob ein Tier wirklich krank ist oder nur müde wirkt. Steht eine Behandlung an, brauchst du Dosierspritzen, die sauber sitzen und sich zerlegen lassen, dazu Eingeber, mit denen ein Bolus ohne Verletzung über den Zungengrund kommt. Gegen Fliegen und äußerliche Parasiten stehen Sprays für Nutztiere bereit. Alles, was innerlich wirkt, also Wurmkuren und verschreibungspflichtige Präparate, gehört in die Hand deines Tierarztes. Von uns kommt das Werkzeug drumherum: Spritzen, Eingeber, Thermometer und Stützverband.
Häufig gestellte Fragen
Was gehört in die Stallapotheke?
Thermometer, Dosierspritze, Bolus-Eingeber und Verbandmaterial decken das meiste ab. Medikamente selbst verordnet dein Tierarzt.
Schere ich vor oder nach dem Ablammen?
Bei tragenden Tieren möglichst davor. Das Lamm findet das Euter leichter, und im Stall bleibt es sauberer.
Wie oft muss ich die Klauen nachschneiden?
Zwei- bis dreimal im Jahr ist üblich. Auf weichem, feuchtem Untergrund wächst mehr nach, dort kontrollierst du besser häufiger.
Nachschauen, Klauen richten, Wolle runter
Drei Arbeiten wiederholen sich Jahr für Jahr, und in dieser Reihenfolge gehst du sie am besten an. Was du zum Untersuchen und Behandeln brauchst, also Thermometer, Dosierspritzen, Eingeber und Verbandmaterial, liegt unter Veterinärbedarf und gehört in jede Stallapotheke. Danach kommen die Klauen dran, denn zu lange Klauen führen zu Fehlstellungen, Lahmheit und schlechter Futteraufnahme. Scheren, Messer und Pflegemittel samt allem gegen Moderhinke findest du bei Klauenpflege, zwei- bis dreimal im Jahr ist Kontrolle fällig. Bleibt die Wolle: Unter Schermaschine stehen Handscheren für einzelne Tiere, Akkugeräte für die Arbeit ohne Steckdose und komplette Schuranlagen von Heiniger, Aesculap, Kerbl, Wahl und Wellington.