Schermaschine: Passende Technik für deinen Bestand
Geschoren wird meist einmal im Jahr im Frühjahr, oft im Mai und gern vor dem Almauftrieb. Womit du das machst, hängt vor allem an der Stückzahl. Zur Wahl stehen 19 Geräte von Heiniger, Aesculap, Kerbl, Wahl und Wellington, von der kompakten Handschere über Maschinen mit 200 bis 400 Watt bis zur Schuranlage mit biegsamer Welle für lange Durchgänge.
Watt, Tourenzahl und Ausdauer
Die Wattzahl sagt, wie lange ein Gerät am Stück durchzieht, ohne warm zu werden oder im dichten Vlies zu bremsen. Mit 200 Watt, wie bei der Kerbl FarmClipper4 oder der Heiniger XPERT 1-Speed, kommst du bei ein paar Tieren gut hin. Wer regelmäßig größere Gruppen schert, fährt mit 250 bis 400 Watt besser, etwa mit der Kerbl Constanta4 mit 400 Watt oder der Wahl Fusion mit 360 Watt und zwei Stufen. Mehrtourige Geräte lassen dich das Tempo wählen: langsam für nasse oder verfilzte Wolle, schneller für den normalen Durchgang. Vibrationsarme Modelle wie die Heiniger XPERT 2-Speed machen sich bemerkbar, sobald du länger am Stück arbeitest.
Handstück, Schuranlage oder Handschere
Bei der Schuranlage hängt der Motor an der Decke oder an der Wand, die Kraft kommt über eine biegsame Welle ins Handstück. In der Hand liegt dadurch wenig Gewicht, und genau das zählt, wenn dreißig Tiere hintereinander drankommen. Die Heiniger ONE arbeitet eintourig mit 300 Watt, die Heiniger EVO dreitourig, dazu gibt es die Wellington Worm-Drive samt passendem Handstück als Ersatz. Die Maschine mit Handstück ist die flexible Variante: nichts aufhängen, überall einsetzbar, dafür liegt das volle Gewicht in der Hand. Für einzelne Tiere, Nachschnitte am Kopf oder rund um die Klauen bleibt die Handschere unschlagbar, es gibt sie in Herzform mit 31 Zentimetern und weit gezahnt in kompakter Ausführung.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Watt soll das Gerät haben?
Für wenige Tiere reichen 200 Watt. Bei größeren Herden oder dichtem Vlies sind 250 bis 400 Watt die sichere Wahl.
Ab wann zahlt sich eine Schuranlage aus?
Sobald du regelmäßig größere Gruppen scherst. Das Handstück an der biegsamen Welle wiegt wenig, der Arm ermüdet deutlich langsamer.
Wofür brauche ich noch eine Handschere?
Für einzelne Tiere und für Nachschnitte am Kopf oder rund um die Klauen. Dort bist du damit schneller als mit der Maschine.
Wo du scherst, entscheidet über das Gerät
Bevor du dich festlegst, überleg dir, wo der Schurplatz steht. Gibt es dort keinen Anschluss, weil du im Pferch, im Auslauf oder bei den Tieren am Berg arbeitest, findest du unter Akku-Schermaschine drei Geräte, mit denen du dich frei um das Tier drehst: die Kerbl FarmClipper Akku2 mit zwei Akkus sowie die Aesculap Econom CL und die Econom NOVA CL. Steht der Strom ohnehin bereit und kommen viele Tiere hintereinander dran, bist du mit Schermaschine mit Kabel besser bedient. Dort warten Maschinen mit 200 bis 400 Watt von Heiniger, Aesculap, Kerbl und Wahl sowie Schuranlagen, bei denen der Motor hängt und nur das leichte Handstück mitgeht. Für Nachschnitte am Kopf und rund um die Klauen bleibt die Handschere die schnellste Lösung.