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Kälberdecken: Damit das Kalb im Iglu draußen nicht friert

Draußen hat es Minusgrade, im Iglu liegt ein drei Tage altes Kalb und zittert leicht. Eine Decke macht in so einer Nacht viel aus.

Kälberdecken: Ein warmer Mantel für frostige Nächte

Kälber kommen mit sehr wenig Körperfett zur Welt. Wenn es kalt ist, verbrennen sie ihre Milch zum großen Teil nur, um warm zu bleiben, und wachsen dadurch langsamer. Eine Kälberdecke hält die Körperwärme dort, wo sie hingehört. Du findest hier Decken für drinnen und draußen, vom leichten Überwurf bis zur Winterdecke mit Wattierung, die Regen abhält und trotzdem atmen lässt.

Die richtigen Tage für die Decke

Am meisten bringt eine Decke in den ersten Lebenswochen, wenn das Thermometer fällt. Auch Kälber in Iglus, an zugigen Plätzen im Stall oder nach einer Krankheit profitieren davon. Nach einem langen Transport hilft sie beim Ankommen. Entscheidend ist, dass das Fell darunter trocken bleibt, denn feuchter Stoff zieht Wärme ab. Schau jeden Tag nach, ob alles gut sitzt, nichts scheuert und das Kalb nicht schwitzt. Wird es draußen milder, kommt die Decke wieder runter.

Welches Modell zu dir passt

Für Herbst und Frühjahr reicht eine leichte Decke, die Wind und Nässe abhält. Im Winter hält eine dickere Polsterung mehr Wärme im Fell. Wasserdichte, atmungsaktive Stoffe lassen Schweiß und Dampf nach außen entweichen. Stoffe in Ripstop-Webart reißen nicht gleich ein, wenn das Kalb an einer Kante hängenbleibt. Wichtig ist der Sitz: Die Decke reicht über Rücken und Flanken, lässt aber Beine und Hals frei. Mit verstellbaren Gurten passt sie mehrere Wochen. Weil sich waschbare Decken nach jedem Kalb reinigen lassen, lohnt es sich, ein oder zwei zum Wechseln parat zu haben.

Häufig gestellte Fragen

Ab welcher Temperatur sollte ich eindecken?
Viele Betriebe greifen bei neugeborenen Kälbern schon bei Temperaturen um zehn Grad zur Decke, spätestens bei Frost. Wichtig ist, wie das Kalb wirkt: Zittert es oder liegt es eingerollt, braucht es Wärme.

Kann das Kalb unter der Decke schwitzen?
Ja, wenn es zu warm ist oder die Decke nicht atmet. Fühl mit der Hand unter den Stoff. Ist das Fell feucht, nimm die Decke ab.

Wie wasche ich eine Kälberdecke?
Grobe Verschmutzungen bürstest du trocken ab, danach kommt die Decke in die Waschmaschine oder wird mit Wasser abgespritzt. Lass sie vollständig trocknen, bevor das nächste Kalb sie bekommt.

Warm durch die kalte Jahreszeit

Ein Kalb hat kaum Fett auf den Rippen. Wird es kalt, verbraucht es einen Großteil der Milch fürs Warmhalten statt fürs Wachsen. Eine Decke hält die Wärme am Körper. In Herbst und Frühjahr genügt ein leichtes Modell, das Wind und Regen abhält. Im Winter sorgt eine dickere Polsterung für mehr Schutz, und atmungsaktive, wasserdichte Stoffe lassen Feuchtigkeit nach außen. Gewebe in Ripstop-Webart halten auch einem rauen Stallalltag stand. Die Decke soll Rücken und Flanken bedecken, ohne zu stören, und die Gurte lassen sich nachstellen. Schau täglich, ob nichts scheuert und das Fell trocken ist. Wird es milder oder ist die Decke nass, nimmst du sie ab. Waschbare Modelle reinigst du zwischen zwei Kälbern, und mit einer Ersatzdecke im Schrank bist du immer gerüstet.