Wildbretverarbeitung: Vom Revier sauber in die Küche
Ist das Stück erlegt, geht die eigentliche Arbeit erst los. Geschmack und Haltbarkeit deines Wildbrets hängen stark davon ab, was in den Stunden nach dem Schuss geschieht. Rasch versorgen, rasch kühlen und dabei sauber bleiben: Das ist der Schlüssel zu tadellosem Wildbret. Passendes Zubehör spart dir dabei Zeit und Kraft, ganz gleich, ob du für den eigenen Tisch oder für die Direktvermarktung zerwirkst.
Aufhängen und Zerwirken
Hängt das Stück, arbeitest du deutlich bequemer und hygienischer als am Boden. Mit einem Flaschenzug bringst du selbst einen schweren Keiler oder Hirsch mühelos auf die richtige Höhe. S-Haken und Drehhaken aus rostfreiem Material gibt es in mehreren Stärken. Sie halten das Wild in der Kammer und lassen sich drehen, wenn du abschwartest oder zerwirkst. Eine strapazierfähige Metzgerschürze schützt dein Gewand und ist nach getaner Arbeit schnell abgewaschen. So bleibt alles ordentlich und du gehst ohne Hektik vor.
Vom Stück zum Gericht
Immer mehr Jägerinnen und Jäger verwerten das Stück zur Gänze. Aus den Abschnitten von Reh, Hirsch oder Sau wird faschiertes Wildfleisch, ideal für selbst gemachte Wildburger. Die Burgerpresse formt dir gleich große Laibchen, die gleichmäßig durchgaren. Dazwischen legst du Papierblätter, damit beim Einfrieren nichts aneinanderklebt und du später nur die Portion herausnimmst, die du gerade brauchst. So wird auch aus kleinen Resten eine vollwertige Mahlzeit.
Häufig gestellte Fragen
Wie rasch gehört erlegtes Wild in die Kühlung?
Je früher, desto besser. Versorge das Stück zügig, lass es ordentlich auslüften und bring es dann möglichst bald in den Kühlraum, vor allem an warmen Tagen.
Wie viele Tage sollte Wildbret reifen?
Ein Reh braucht meist nur ein paar Tage im Kühlen, Rotwild und ältere Sauen vertragen etwas mehr. Wichtig sind eine gleichbleibende Temperatur, saubere Oberflächen und ein frischer Geruch.
Lassen sich Wildburger gut tiefkühlen?
Ja, sofern du die Laibchen mit Papier trennst und luftdicht verpackst. Dann halten sie mehrere Monate und lassen sich einzeln rasch auftauen.
Zubehör für die Zeit nach dem Schuss
Vom Streckenplatz bis in die Küche brauchst du das richtige Zubehör. Schlögel und Blatt löst du mit einem scharfen Ausbeinmesser sauber vom Knochen. Was du zum Aufhängen und Zerteilen brauchst, also Flaschenzug, rostfreie Haken, Bogensäge und Schürze, liegt in der Kategorie Wildkammer. Wie schwer dein Stück ist, zeigt dir eine Hängewaage, darunter auch Wildwaagen, die starke Keiler und Hirsche sicher tragen. Möchtest du Krucken, Gehörn oder Geweih aufbewahren, findest du Reiniger, Wachs und Vorrichtungen unter Trophäenbehandlung. Damit bist du vom ersten Haken bis zum Sonntagsbraten gut ausgerüstet.