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Milchverarbeitung: Wenn nach dem Melken mehr als Trinkmilch entsteht

Die Kanne ist voll, die Familie hat genug getrunken, und im Kühlschrank steht schon der Topfen von gestern. Aus dem Rest wird heute Butter.

Milchverarbeitung: Mehr machen aus der eigenen Milch

Wer Kühe, Ziegen oder Schafe melkt, hat täglich einen Rohstoff in der Hand, der viel mehr kann als nur im Glas zu landen. Aus ihm werden Rahm, Butter, Joghurt, Kefir, Topfen und Käse. In dieser Kategorie findest du alles, was du zwischen Melkkübel und fertigem Produkt brauchst. Direkt hier gibt es außerdem zwei Helfer für die Handarbeit: einen Schneebesen aus Nirosta mit 40 Zentimetern und einen Topfensack aus Nylon, durch den die Molke abtropft.

Sauberkeit von Anfang an

Milch nimmt Gerüche und Keime schnell an. Deshalb sollte sie nach dem Melken rasch kühl werden, und alles, was mit ihr in Berührung kommt, muss blitzblank sein. Darum bestehen die Geräte hier vor allem aus Nirosta und lebensmitteltauglichem Kunststoff. Glatte Oberflächen ohne Fugen lassen Bakterien kaum Platz, und die Teile lassen sich zerlegen und einzeln waschen. Den Schneebesen spülst du heiß ab, den Topfensack kannst du nach dem Abtropfen auskochen. Wer häufig verarbeitet, plant das Putzen gleich als festen Schritt mit ein, so geht keine Charge verloren.

Ein Gerät für jeden Arbeitsschritt

Von der Kanne in den Kessel: In Milchkannen trägst du die Milch aus dem Stall, mit Messbechern teilst du sie auf. Die Zentrifuge trennt den Rahm von der Magermilch, das Butterfass schlägt aus dem Rahm Butter. Ein Pasteurisator erhitzt die Milch gleichmäßig und dient bei Milky gleichzeitig als Kessel für Käse und Joghurt. Für Joghurt und Kefir gibt es eigene Starterkulturen. Die Geräte reichen von der Ausführung mit Kurbel für den Haushalt bis zu Maschinen mit Starkstromanschluss für die Direktvermarktung.

Häufig gestellte Fragen

Wie mache ich Topfen aus der eigenen Milch?
Lass die Milch mit etwas Kultur oder Buttermilch dick werden, erwärme sie leicht und gieß sie in den Topfensack. Nach einigen Stunden Abtropfen ist der Topfen fertig.

Kann ich Ziegen- und Schafmilch genauso verarbeiten?
Ja, die Geräte funktionieren mit jeder Milch. Ziegenmilch rahmt schlechter auf, eine Zentrifuge ist dort deshalb besonders nützlich.

Was mache ich mit der übrigen Molke?
Sie eignet sich als Futter für Schweine und Hühner, als Getränk oder zum Backen. Frisch verwendet ist sie am besten.

Vom Melkkübel zu Butter, Joghurt und Topfen

Mit der richtigen Ausrüstung wird aus frischer Milch vom eigenen Hof ein Produkt für die Familie oder den Verkauf. Mit Starterkulturen setzt du Joghurt und Kefir an, ganz ohne Spezialgerät. In Milchkannen trägst du die Milch aus dem Stall, misst sie mit dem Becher ab und filterst sie durch das Sieb. Milchzentrifugen trennen den Rahm von der Magermilch, wie viel sie pro Stunde schaffen, steht in der Typenbezeichnung. Den Rahm verarbeitest du in Buttermaschinen zu Butter, wahlweise mit Kurbel oder elektrisch. Pasteurisatoren erhitzen die Milch gleichmäßig und werden bei Milky auch als Kessel für Käse und Joghurt genutzt. Ein Schneebesen aus Nirosta und ein Topfensack ergänzen die Handarbeit.